27 June 2026, 14:01

Forscher entschlüsseln Mechanismus der Entzündungs-Porenbildung durch GSDMD

Zentraler Mechanismus bei Entzündungen entschlüsselt

Forscher entschlüsseln Mechanismus der Entzündungs-Porenbildung durch GSDMD

Ein internationales Forschungsteam hat aufgeklärt, wie Gasdermin D (GSDMD) Poren in Zellmembranen bildet. Die Entdeckung gelang mithilfe von Nanokörpern, die diesen Prozess blockieren, und liefert neue Erkenntnisse über Entzündungsreaktionen. An der Studie waren Einrichtungen in Deutschland, Australien und den USA beteiligt.

GSDMD spielt eine zentrale Rolle bei Entzündungen, indem es Poren in Zellmembranen ausbildet. Dies geschieht, sobald ein hemmender Abschnitt entfernt wird und das Protein aktiviert wird. Daraufhin lagert sich seine N-terminale Domäne in die Membran ein und verbindet sich mit anderen zu den charakteristischen Poren.

Das Team identifizierte sechs Nanokörper, die gezielt GSDMD angreifen – zwei davon wurden in Experimenten mit menschlichen Makrophagen eingesetzt. Diese Nanokörper verhindern die Porenbildung, indem sie die Verknüpfung der N-terminalen Domänen unterbinden. Sie können sogar von außen in Zellen eindringen, um die weitere Porenentstehung zu stoppen und den Zelltod zu hemmen.

Federführend bei der Studie waren das Universitätsklinikum Bonn und die Universität Bonn. Beteiligt waren zudem das Walter and Eliza Hall Institute for Medical Research in Australien sowie das Whitehead Institute for Biomedical Research in den USA. Gefördert wurde die Arbeit von der Deutschen Forschungsgemeinschaft – unter anderem über den Exzellenzcluster ImmunoSensation2 der Universität Bonn, die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe von Professor Florian Schmidt und den Sonderforschungsbereich 1403.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ergebnisse erklären den schrittweisen Ablauf der GSDMD-vermittelten Porenbildung. Zudem deuten sie auf mögliche Therapieansätze für Krankheiten hin, die mit Porenbildung und Pyroptose zusammenhängen – etwa Sepsis oder autoinflammatorische Erkrankungen. Die in der Studie verwendeten Nanokörper könnten eine Grundlage für zukünftige Behandlungen bilden.

Quelle