Evonik-Vorstände kaufen Aktien trotz schwächerer Prognose und Kursrückgangs
Klemens GorlitzEvonik-Vorstände kaufen Aktien trotz schwächerer Prognose und Kursrückgangs
Evoniks Aktie verzeichnet seit Wochen einen stetigen Rückgang. Trotz dieses Abschwungs haben zwei Führungskräfte des Konzerns kürzlich beträchtliche private Investitionen in Unternehmensanteile getätigt. Die Käufe erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Chemiesparte ihre Finanzprognose für das kommende Quartal anpasst.
Claudine Mollenkopf, die im April in den Vorstand von Evonik berufen wurde, erwarb jüngst 6.500 Aktien im Wert von 95.875 Euro. Auch Thomas Wessel, der langjährige Personalvorstand des Unternehmens, kaufte im August 2.999 Anteile. Solche Insider-Käufe gelten oft als Zeichen des Vertrauens in die grundlegende Performance eines Unternehmens – selbst wenn die Kurse nachgeben.
Im letzten Quartal hatte Evonik noch einen Gewinn von 577 Millionen Euro ausgewiesen. Nun jedoch hat der Konzern seine Prognose für das dritte Quartal 2025 nach unten korrigiert. Statt des bisher erwarteten bereinigten Betriebsergebnisses (EBIT) von 500 Millionen Euro rechnet das Unternehmen nun mit einem EBITDA zwischen 420 und 460 Millionen Euro.
Finanzanalysten des AKTIONÄR raten derzeit von neuen Investitionen ab. Sie empfehlen, abzuwarten, bis sich sowohl die geschäftliche Perspektive als auch die technische Chartentwicklung der Aktie deutlicher erholen.
Evoniks angepasste Prognose spiegelt eine vorsichtigere Haltung gegenüber den kurzfristigen Erträgen wider. Die Insider-Käufe von Mollenkopf und Wessel könnten Anlegern zwar etwas Beruhigung geben. Dennoch bleiben die Aktienperformance und die Marktstimmung vorerst unter Druck.






