EU verliert Marktanteile im Golf – Experten fordern dringend Handelsabkommen
Tassilo HeßEU verliert Marktanteile im Golf – Experten fordern dringend Handelsabkommen
EU verliert an Handelsgewicht im Golf – Ökonomen fordern Gegensteuer
In den vergangenen 20 Jahren ist der Anteil der EU an den Importen der Golfstaaten von 26 auf nur noch 18 Prozent gesunken. Nun warnen Wirtschaftsexperten vor einem weiteren Rückgang und fordern engere Beziehungen, um die Trends umzukehren und europäischen Unternehmen neue Chancen zu eröffnen.
Das Kölner Institut für Wirtschaftsforschung (IW) warnt, die EU drohe im Golf-Markt weiter an Boden zu verlieren. Um dem entgegenzuwirken, drängt das Institut auf ein Handelsabkommen, das entscheidende Vorteile bringen könnte – etwa den Zugang zu kohlenstoffarmem Stahl und günstigerem Wasserstoff aus der Region.
Deutschland exportiert bereits Autos, Pharmaprodukte und Maschinen in die Golfstaaten. Doch das IW sieht noch weit größeres Potenzial: Durch den Krieg sind die Energieinfrastrukturen in der Region stark beschädigt und benötigen dringend Modernisierungen. Hier könnten deutsche Maschinen- und Anlagenbauer eine zentrale Rolle spielen.
Die Empfehlung des IW ist eindeutig: Die EU sollte zügig ein Handelsabkommen abschließen. Ein solches Abkommen würde nicht nur die Exporte ankurbeln, sondern auch wichtige Importe für Europas grüne Wende sichern.
Ein Handelsvertrag mit den Golfstaaten könnte der EU helfen, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Gleichzeitig würden deutsche Unternehmen neue Aufträge in den Bereichen Energie und Infrastruktur erhalten. Für die EU bleibt es entscheidend, sich den Zugang zu essenziellen Rohstoffen zu sichern – und gleichzeitig die wirtschaftlichen Beziehungen in der Region zu stärken.






