01 May 2026, 12:02

EU führt "Nur Ja heißt Ja" ein: Revolution im Sexualstrafrecht

Eine farbcodierte Europakarte aus dem Jahr 2017, die den Geschlechtergleichheitsindex zeigt, mit erklärendem Text links daneben.

EU führt "Nur Ja heißt Ja" ein: Revolution im Sexualstrafrecht

Die Europäische Kommission hat eine Resolution verabschiedet, die das Prinzip "Nur Ja heißt Ja" für die sexuelle Einwilligung übernimmt. Dieser Schritt folgt auf jahrelange Debatten und zielt darauf ab, in Europa einen einheitlichen Ansatz zu schaffen. Die Entscheidung erfolgte nach viel beachteten Fällen, darunter jenem von Gisele Pelidot, die das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit rückten.

Deutschland reformierte bereits 2016 als erstes sein Sexualstrafrecht und ersetzte veraltete Regelungen durch das "Nein heißt Nein"-Prinzip. Diese Änderung markierte einen bedeutenden Wandel, indem sie klarstellte, dass Schweigen oder fehlender Widerstand nicht mit Zustimmung gleichzusetzen sind. Nun geht die neue EU-Resolution noch einen Schritt weiter, indem sie "Nur Ja heißt Ja" einführt – ein Prinzip, das eine explizite, aktive Zustimmung vor jeder sexuellen Handlung verlangt.

Nach diesem Standard bedeutet das Fehlen einer klaren Einwilligung, dass sexuelle Handlungen unterbleiben müssen. Zudem verschiebt das Prinzip die Beweislast und erschwert es Beschuldigten, sich damit zu verteidigen, sie hätten die Situation missverstanden. Länder wie Schweden, Belgien und Frankreich haben bereits ähnliche Gesetze eingeführt oder prüfen deren Umsetzung.

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Die aktuelle EU-Resolution ist zwar vorerst symbolisch, könnte später aber rechtlich bindend werden. Befürworter argumentieren, "Nur Ja heißt Ja" beseitige Zweifel und biete Opfern sexualisierter Gewalt besseren Schutz.

Die Resolution spiegelt den wachsenden politischen Willen in Europa wider, die Einwilligungsgesetze zu vereinheitlichen. Wird sie umgesetzt, müssten alle Mitgliedstaaten ihre Rechtsrahmen an das neue Prinzip anpassen. Die Änderung könnte die Art und Weise, wie Gerichte in ganz Europa mit Fällen sexualisierter Gewalt umgehen, grundlegend verändern.

Quelle