Aktionstag in Hamm zeigt Erfolgsgeschichten und Finanznöte der Migrationsberatung
Tassilo HeßAktionstag in Hamm zeigt Erfolgsgeschichten und Finanznöte der Migrationsberatung
Bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung am 1. Oktober
Am 1. Oktober fand ein bundesweiter Aktionstag zur Migrationsberatung statt. In Hamm veranstalteten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine Veranstaltung, um ihre Unterstützungsangebote für neu angekommene Menschen vorzustellen. Gleichzeitig wurde auf die finanziellen Herausforderungen aufmerksam gemacht, denen diese wichtigen Programme gegenüberstehen.
Im DRK-Heim in Bockum-Hövel kamen lokale und bundesweite Politiker zusammen, darunter der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Thews. Vertreter von Migrationsberatungsstellen und Jugendmigrationsdiensten präsentierten ihre Arbeit, erläuterten ihre Ziele und die aktuellen Schwierigkeiten. Viele Teilnehmer berichteten von persönlichen Erfolgsgeschichten der Integration und zeigten so die Wirkung dieser Angebote auf.
Im Rahmen der Diskussionen betonten die Veranstalter den wachsenden Druck auf die Finanzierung. Einige zentrale Programme, wie etwa die Sprachförderung oder Trainings zur sozialen Kompetenz, wurden bereits aufgrund von Mittelknappheit gestrichen. DRK und AWO nutzten die Veranstaltung, um sich für eine langfristige und verlässliche Finanzierung einzusetzen, die Planungssicherheit garantiert.
Michael Thews nahm die Sorgen ernst und versprach, sich für die weitere Unterstützung durch den Bund einzusetzen. Zwar bestätigte er, dass die Mittel vorerst gesichert seien, doch für 2026 sei keine Erhöhung vorgesehen. Der Aktionstag diente als direkter Appell an die Politik, den steigenden Bedarf in der Migrationsarbeit zu berücksichtigen.
Die Veranstaltung in Hamm rückte sowohl die Erfolge als auch die finanziellen Belastungen der Migrationsberatung in den Fokus. Angesichts anhaltender Unsicherheiten bei der Finanzierung forderten Veranstalter und Teilnehmer die Politiker zum Handeln auf. Die Debatten machten deutlich: Nur mit verlässlichen Ressourcen können diese Programme auch künftig aufrechterhalten und ausgebaut werden.






