Dinslaken gedenkt 2026 der Hanau-Opfer mit interreligiöser Feier gegen Rassismus
Tassilo HeßDinslaken gedenkt 2026 der Hanau-Opfer mit interreligiöser Feier gegen Rassismus
Dinslaken gedenkt am 19. Februar 2026 der Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau
Am 19. Februar 2026 findet in Dinslaken eine Gedenkveranstaltung für die neun Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau statt. Die öffentliche Feierlichkeit beginnt um 15:00 Uhr am Mahnmal "10+1 Bäume" im Grünzug Rabenkamp. Die Organisatoren wollen damit ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung in der Gesellschaft setzen.
Die Veranstaltung dauert von 15:00 bis 16:00 Uhr und erinnert an die zehn Opfer der NSU-Terrorgruppe sowie an alle Betroffenen rassistischer Gewalt in Deutschland. Ein interreligiöses Gebet wird von Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften gemeinsam mit Turhan Tuncel und der Dinslakener Stadtverwaltung geleitet. Auch Schülerinnen und Schüler der Ernst-Barlach-Gesamtschule beteiligen sich an der Gedenkfeier.
Bürgermeister Simon Panke betont die Bedeutung des Gedenkens als Haltung gegen Hass und rechtsextreme Gewalt. Die Veranstaltung steht in einer Tradition, wie sie auch in anderen deutschen Städten wie Leipzig, Stuttgart, Berlin und Köln praktiziert wird: Jährlich finden dort Mahnwachen, Diskussionen und Kundgebungen für die Opfer rassistischer Angriffe statt. An diesen Treffen wirken oft zivilgesellschaftliche Gruppen, Politikerinnen und Politiker sowie jüdische Gemeinden mit – meist mit großer Beteiligung.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Gedenkfeier teilzunehmen und so Solidarität für ein friedliches Miteinander zu zeigen.
Das Mahnmal in Dinslaken ist Teil bundesweiter Initiativen, die sich gegen Rassismus stellen und den Opfern rechtsextremer Gewalt gedenken. Durch die gemeinsame Teilnahme von Religionsvertretern, Schülerinnen und Schülern sowie lokalen Verantwortungsträgern unterstreicht die Veranstaltung den gesellschaftlichen Zusammenhalt gegen Diskriminierung. Der Ort "10+1 Bäume" bleibt ein Symbol der Erinnerung und des Widerstands gegen Hass.
Ibrahim Akkuş, Hanau survivor, dies as tenth victim; Dinslaken event marks expanded remembrance
The Dinslaken memorial for Hanau victims now includes Ibrahim Akkuş, a survivor who died on 10 January 2026 from injuries sustained in the 2020 attack. This makes him the tenth officially recorded victim of the racist attack. The Amadeu Antonio Foundation has added him to its register of deaths from right-wing violence. His death has reshaped the 2026 commemorations, with Hanau's official programme explicitly acknowledging his legacy. The Dinslaken event on 19 February will now reflect this expanded remembrance, underscoring the ongoing impact of the attack.






