Cybertrading-Betrug: Wie Kriminelle mit falschen Krypto-Versprechen zuschlagen
Tassilo HeßCybertrading-Betrug: Wie Kriminelle mit falschen Krypto-Versprechen zuschlagen
Ermittler der Kriminalinspektion 23 warnen vor einer zunehmenden Betrugsmasche, den sogenannten „Cybertrading-Betrug“. Opfer werden dazu verleitet, über Online-Plattformen in Kryptowährungen oder andere Anlageformen zu investieren. Die Betrüger locken dabei oft mit unrealistisch hohen Renditen.
In einem aktuellen Fall hatte ein Mann aus Bonn nach einer Online-Werbung in Kryptowährungen investiert – später war die Plattform plötzlich nicht mehr erreichbar, woraufhin er Anzeige erstattete. Typischerweise setzen die Betrüger ihre Opfer unter Druck, weitere Geldbeträge zu überweisen, etwa für angebliche Steuern oder Gebühren, bevor Auszahlungen möglich seien. Sobald das Geld überwiesen ist, verschwinden die Täter – ohne je eine Auszahlung zu leisten.
Die Behörden raten zur Vorsicht: Misstrauen ist angebracht, wenn hohe Gewinne bei geringem Einsatz versprochen werden. Zudem sollte man auf unaufgeforderte Nachrichten nicht reagieren. Eine gründliche Prüfung der Handelsplattformen ist unerlässlich. Auch das Gewähren von Fernzugriff auf den eigenen Computer, das Weitergeben sensibler Daten oder Überweisungen auf unbekannte Konten sind tabu.
Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte umgehend bei der örtlichen Polizei Anzeige erstatten. Weitere Hinweise zum Schutz vor Anlagebetrug bietet das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen sowie die Website „Polizei-Beratung“. Dort finden sich ausführliche Informationen, wie man solche Straftaten erkennt und verhindert.
