17 March 2026, 02:01

"Clear" kehrt 2024 zurück – zwischen Zuschauerjubel und interner Kritik

Eine Gruppe von Menschen an einem öffentlichen Ort in eine hitzige Diskussion vertieft, umgeben von Reportern mit Mikrofonen, Handys und Papieren.

"Clear" kehrt 2024 zurück – zwischen Zuschauerjubel und interner Kritik

Die Diskussionssendung Clear kehrt 2024 zurück und wird im Wechsel vom Bayerischen Rundfunk (BR) und vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) produziert. Die Pilotfolgen stießen auf starke Zuschauerzustimmung – 63 Prozent vergaben die Bestnoten. Doch das Format sah sich auch interner Kritik und Änderungen in der Präsentation ausgesetzt.

Die Pilotausgaben von Clear wurden gut aufgenommen: 63 Prozent der Zuschauer bewerteten die Sendung mit den Schulnoten 1 oder 2. Gelobt wurde insbesondere die Vielfalt der Perspektiven sowie die klare Positionierung zu gesellschaftlichen Themen. Befürworter bezeichneten das Format als wertvolle Bereicherung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Dennoch blieb die Sendung nicht ohne Kontroversen. Berichten zufolge unterzeichneten rund 250 NDR-Mitarbeiter einen offenen Brief, in dem sie Bedenken äußerten. Kritikpunkte waren unter anderem ein Ungleichgewicht in den Diskussionen, eine Überfrachtung mit Einzelthemen sowie eine übermäßige emotionale Aufladung.

Die beiden Sender gehen unterschiedlich mit der Zukunft der Sendung um: Der BR bestätigte, die Moderatorin Julia Ruhs zu behalten, die sich enttäuscht über die Entscheidung des NDR zeigte, sie nicht weiter zu beschäftigen. Ruhs und ihr Team hatten zuvor betont, wie sehr sie das Format schätzten – vor allem wegen seiner starken redaktionellen Linie und der Bereitschaft, schwierige Themen anzugehen. Der NDR hingegen hat bereits mit der Suche nach einer neuen Moderation für seine Folgen begonnen.

Trotz der Differenzen einigten sich beide Sender darauf, Clear 2024 fortzuführen. Die Sendung bleibt ihrem Anspruch treu, kontroverse und gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen.

Die Rückkehr von Clear sichert weitere Debatten über streitbare Themen – wenn auch mit unterschiedlichen Präsentationsstilen bei BR und NDR. Zwar bleiben die Zuschauerbewertungen hoch, doch interne Meinungsverschiedenheiten und Wechsel in der Moderation deuten auf anhaltende Anpassungen hinter den Kulissen hin. Die kommenden Folgen werden zeigen müssen, ob das Format Kritik und seine ursprünglichen Ambitionen in Einklang bringen kann.

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