Campingbranche setzt auf junge, digitale Zielgruppen nach Pandemie-Boom
Ibrahim KargeCampingbranche setzt auf junge, digitale Zielgruppen nach Pandemie-Boom
Die Campingbranche in Deutschland passt sich einem wandelnden Markt an. Eine neue Studie des CIVD (Caravaning Industrie Verband) und der GfK zeigt eine jüngere, digital besser vernetzte Kundschaft. Diese Veränderung folgt auf Jahre mit Rekordumsätzen, denen nun ein Nachfragerückgang folgt.
Während und nach der COVID-Pandemie verzeichneten Wohnwagen und Wohnmobile einen deutlichen Absatzboom. Viele Reisende suchten nach flexiblen, naturnahen Urlaubsalternativen – die Kaufzahlen stiegen in dieser Phase fast auf das Doppelte. Doch wirtschaftliche Belastungen und Lieferkettenprobleme haben inzwischen zu einem Rückgang der Verkäufe geführt.
Der CIVD, der die Campingbranche in Deutschland und Europa vertritt, hat sich mit der GfK zusammengeschlossen, um diese Entwicklungen zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen: Sowohl langjährige Käufer als auch Neulinge legen Wert auf Natur, Freiheit und Unabhängigkeit. Die größte Überraschung war jedoch der Zuwachs einer jüngeren, technikaffinen Zielgruppe.
Als Reaktion darauf will der CIVD seine Marketingstrategie anpassen. Künftige Kampagnen sollen stärker auf digitale Plattformen setzen, um diese neue Kundschaft zu erreichen. Die Organisation, die auch Veranstaltungen wie den CARAVAN SALON in Düsseldorf organisiert, wird die Studienerkenntnisse nutzen, um Imagekampagnen zu gestalten und Kaufabsichten zu verfolgen.
Die Zusammenarbeit mit der GfK wird fortgesetzt – ein neues Projekt soll die Kauftrends in der Branche messen. Mit der aktualisierten Strategie zielt der CIVD darauf ab, jüngere Käufer über digitale Kanäle anzusprechen. Die Erkenntnisse der GfK-Studie werden die kommenden Kampagnen prägen und helfen, die Marktnachfrage einzuschätzen. Dieser Schritt folgt auf eine Phase starken Wachstums, die nun durch wirtschaftliche Unsicherheiten und veränderte Kundenpräferenzen herausgefordert wird.






