27 June 2026, 20:00

Bürgerinitiative in Ohligs fordert mehr Mitsprache gegen etablierte Politik

Bürgerinitiative in Ohligs? - Das BfS sichert Unterstützung

Bürgerinitiative in Ohligs fordert mehr Mitsprache gegen etablierte Politik

In Ohligs formiert sich eine Bürgerinitiative – unterstützt von der Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS). Der Anstoß für die Bewegung ist die Frustration vieler Anwohner über die ortsansässigen Parteien, denen vorgeworfen wird, die öffentliche Meinung zu ignorieren. Nun hat sich der BfS-Vorsitzende Martin Bender in die Debatte eingeschaltet und die „Ohligser Jongens“ für ihre Haltung in den Verhandlungen scharf kritisiert.

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Die Initiative entstand, nachdem sich Bürger von den etablierten politischen Gruppen nicht ausreichend vertreten fühlten. Die BfS, die sich unabhängig von Wahlperioden für die Belange der Solinger einsetzt, sieht in dem Vorhaben ein legitimes demokratisches Instrument.

Bender richtete seine Kritik insbesondere gegen die „Ohligser Jongens“. Ihnen wirft er vor, demokratische Prinzipien zu untergraben, indem sie Gespräche verweigern, solange eine Petition nicht zurückgezogen wird. Diese Haltung zeige wenig Respekt für die Bürgerbeteiligung, so Bender.

Im Mittelpunkt des Streits steht der geplante Kreisverkehr an der Lennestraße. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU), ein Befürworter des Projekts, hat sich nun als Vermittler angeboten. Bender zweifelt jedoch an dessen Neutralität, da Westkämper und seine Partei den Kreisverkehr konsequent unterstützen.

Gemeinsam mit der Ohligs Marketing- und Interessengemeinschaft sucht die BfS nach einem Kompromiss. Ziel ist ein multifunktionaler Platz, der auch das traditionelle Dürpelfest weiterhin ermöglichen soll. Bender warnt, dass das Fest – und damit ein wichtiger Anziehungspunkt für Jugendliche – ohne eine Lösung ausfallen könnte.

Die Bürgerinitiative spiegelt eine wachsende Unzufriedenheit mit der lokalen Entscheidungsfindung wider. Die BfS setzt sich für eine Lösung ein, die Infrastrukturprojekte mit den Bedürfnissen der Gemeinschaft in Einklang bringt. Das Ergebnis wird entscheiden, ob das Dürpelfest und ein beliebter Begegnungsort erhalten bleiben können.

Quelle