20 March 2026, 04:01

Bundesweiter Warnstreik: Apotheken kämpfen am 23. März um ihr Überleben

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie andere Länder, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze darunter.

Bundesweiter Warnstreik: Apotheken kämpfen am 23. März um ihr Überleben

Apotheken in ganz Deutschland treten am 23. März in einen bundesweiten Warnstreik

Der Protest kommt zu einer Zeit, in der finanzielle Belastungen immer mehr Apotheken zur dauerhaften Schließung zwingen – im Schnitt alle 20 Stunden eine. Apotheker fordern höhere Erstattungssätze, um ihre Betriebe über Wasser zu halten.

Der Streik ist der vorläufige Höhepunkt jahrelanger wirtschaftlicher Not in deutschen Apotheken. Seit 2016 hat sich die Zahl der Schließungen beschleunigt: Alle 20 Stunden muss eine Apotheke dichtmachen. In Mönchengladbach allein sind seit damals 15 Standorte verschwunden – von einst 64 sind nur noch 49 übrig.

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Auslöser ist die anstehende Bundestagsdebatte über das Apotheken-Versorgungsstärkungsgesetz. Die Apotheker verlangen eine Anhebung der gesetzlich festgelegten Zuschlagssätze für verschreibungspflichtige Medikamente von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Packung. In den vergangenen 13 Jahren stieg dieser Zuschlag lediglich um 3 Prozent, während die Betriebskosten um etwa 65 Prozent explodierten.

In Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Hannover und München sind Kundgebungen geplant. Auch Mönchengladbach beteiligt sich an den Protesten, um die Bundesregierung zum Handeln zu drängen. Kunden müssen mit vorübergehenden Einschränkungen rechnen, doch der Notdienst bleibt aufrechterhalten – einige Apotheken könnten geöffnet bleiben, daher wird zu vorheriger Rückfrage geraten.

Ziel des Streiks ist es, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die angeschlagenen Apotheken zu verbessern. Bei Erfolg könnte die Welle der Schließungen gebremst und die Arzneimittelversorgung stabilisiert werden. Ob das gelingt, hängt nun von der Reaktion der Politik auf die Forderungen der Apotheker ab.

Quelle