Berliner Freunde kämpfen mit Humor und Glücksrad gegen Extremismus
Eine Gruppe von Freunden in Berlin hat ein ungewöhnliches Desensibilisierungsprogramm entwickelt, um extremistische Ansichten zu bekämpfen. Ihr Ansatz kombiniert Humor, Theater und zufällige Herausforderungen – finanziert durch Vorführungen klassischer Filme. Ein Teilnehmer setzt eine ähnliche Methode sogar zur Behandlung von Heuschnupfen ein.
Die Idee entstand als spielerische Reaktion auf die wachsenden Spannungen rund um rassistische Überlegenheit und Zwangsassimilation. Das Programm funktioniert mit einem Glücksrad, das die Aktivitäten bestimmt. Manche Aufgaben sind harmlos, wie das Anschauen von „Frühling für Hitler“ – ein Film, der die Gruppe zum Lachen brachte. Andere sind gewagter, etwa der Besuch aller FKK-Strände an Nord- und Ostsee.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, jede Aufführung eines bekannten Berliner Schauspielers zu besuchen, der für seine nackten Auftritte auf der Bühne und gelegentliche Rollenbrüche berühmt ist. Die Freunde müssen sich zudem auf eine Kreuzfahrt einlassen, bei der das Abendprogramm Pflicht ist: eine Show mit dem Titel „Heino trifft Rammstein“.
Kürzlich sahen sie sich ein zweistündiges Stück über Apokalypse, Durchhaltevermögen und Gemeinschaft an. Obwohl René Pollesch es nicht geschrieben hatte, löste die Aufführung gemischte Reaktionen aus – manche Zuschauer waren gefesselt, andere wirkten verwirrt.
Unterdessen testet ein Freund eine ähnliche Glücksrad-Methode zur Behandlung seines Heuschnupfens. Die Ergebnisse sind noch unklar, doch das Experiment läuft parallel zum größeren Projekt weiter.
Das Desensibilisierungsprogramm verbindet Satire, Ausdauerproben und Zufall. Es finanziert sich über Filmvorführungen und zielt darauf ab, extreme Standpunkte durch aktive Teilnahme infrage zu stellen. Ob der Ansatz wirkt oder lediglich unterhält – die Freunde bleiben ihrer unkonventionellen Therapie treu.






