08 May 2026, 22:01

Bergische Uni stellt Architekturstudium bis 2033 schrittweise ein – trotz hoher Nachfrage

Ein detaillierter architektonischer Grundriss eines mehrfenstrigen Schulgebäudes mit begleitendem Text auf Papier.

Bergische Uni stellt Architekturstudium bis 2033 schrittweise ein – trotz hoher Nachfrage

Die Bergische Universität hat Pläne bekannt gegeben, ihr Architekturstudium im Laufe des kommenden Jahrzehnts schrittweise auslaufen zu lassen. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund möglicher jährlicher Haushaltskürzungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro ab 2026. Die Universitätsleitung fordert die Fakultät nun auf, ein neues, auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Konzept für die zukünftige Ausrichtung des Studiengangs zu entwickeln.

Das Architekturstudium zählt derzeit rund 500 Studierende und schneidet im CHE-Hochschulranking in puncto Studienqualität besonders gut ab. Zudem gehört es zu nur elf vergleichbaren Studiengängen in Deutschland und hat sich über die Jahre international einen Namen gemacht.

Die Universitätsführung bestätigte am Donnerstag, dass der traditionelle Studiengang schrittweise eingestellt wird. Bis 2033 sollen acht der elf Professuren der Fakultät voraussichtlich frei werden, was einen langfristigen Auslauf ermöglichen würde. Statt nach dem „Rasenmäherprinzip“ – also pauschal zu kürzen – strebt die Universität strategische Entscheidungen auf Basis klarer Kriterien an.

Der Schritt folgt einer Aufforderung an die Fakultät, ein Entwurfskonzept vorzulegen, das den Studiengang stärker an Nachhaltigkeitsziele anpasst. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Architektinnen und Architekten hoch: Allein seit dem 1. September sind auf dem Online-Stellenportal der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen 125 Stellenausschreibungen eingetragen.

Die Entscheidung der Universität spiegelt sowohl finanzielle Zwänge als auch den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Lehre wider. Die Fakultät muss nun einen überarbeiteten Plan für die Zukunft des Studiengangs vorlegen. Wird dieser genehmigt, wird er das Architekturstudium an der Bergischen Universität in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

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