08 May 2026, 12:02

Antisemitische Beleidigungen und Gewalt überschatten Fußballspiel in Köln

Männer spielen ein Handballspiel bei der Futsal-Weltmeisterschaft 2019 zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain, mit Zuschauern im Hintergrund.

Sportverband bearbeitet Vorwürfe von Antisemitismus - Antisemitische Beleidigungen und Gewalt überschatten Fußballspiel in Köln

Ein Fußballspiel der lokalen Liga zwischen TuS Makkabi Köln und TFG 78 Nippes II endete am 14. September in einem Eklat. Die Partie, die mit einem 7:2-Sieg für Makkabi endete, wurde von Vorwürfen antisemitischer Beleidigungen und körperlicher Angriffe gegen mehrere Spieler überschattet.

Die Vorfälle ereigneten sich sowohl während als auch nach dem Spiel. Berichten zufolge wurden mehrere Akteure von TuS Makkabi Köln verbal beschimpft, zwei von ihnen wurden zudem von einem Gegenspieler angespuckt. Nach dem Schlusspfiff kam es zu weiteren körperlichen Attacken auf Spieler.

Der Fußballverband Mittelrhein hat inzwischen reagiert und für den 10. Oktober eine Verhandlung vor dem Sportgericht an der Sportschule in Hennef angesetzt. Gegen sechs Beschuldigte wird ermittelt, darunter wegen antisemitischer Äußerungen und Körperverletzung. Bei der Staatsanwaltschaft Köln liegt bereits eine Strafanzeige (Aktenzeichen: 121 Js 1993/25) vor.

TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück, kündigte jedoch eine interne Aufarbeitung an. Die genauen Abläufe des Vorfalls werden weiterhin aufgeklärt.

In der anstehenden Verhandlung sollen Beweise und Zeugenaussagen zum Spielgeschehen geprüft werden. Je nach Ergebnis könnten weitere Konsequenzen für die Beteiligten folgen. Der Fall rückt damit Probleme wie Diskriminierung und Gewalt im Amateurfußball in den Fokus.

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