ZA/UMs neues RPG Zero Parades setzt auf Spionage statt Detektivarbeit
Klemens GorlitzZA/UMs neues RPG Zero Parades setzt auf Spionage statt Detektivarbeit
ZA/UM, das Studio hinter Disco Elysium, hat neue Details zu seinem kommenden RPG Zero Parades enthüllt. Das Spiel markiert einen Richtungswechsel und wendet sich von der detektivlastigen Erzählweise seines Vorgängers ab. Stattdessen erkundet das Team Spionage und Thriller als zentrales Genre.
Erste Entwürfe für Zero Parades drehten sich um eine Welt, die dem Internationalen Währungsfonds (IWF) nachempfunden war. Diese Ideen fühlten sich den Entwicklern jedoch zu nah an Polizeigeschichten an – ähnlich wie bei Disco Elysium. Das Team suchte nach einer neuen Herausforderung und wandte sich daher der Spionageliteratur zu.
Die Hauptfigur des Spiels wird ein Spion sein, der die Welt nach einer bestimmten Ideologie umgestalten will. Dieser politische Ansatz spiegelt die Sichtweisen der Autoren auf die aktuellen globalen Spannungen wider. Honey Watson, eine der Autorinnen, sieht die heutige politische Lage als einen Wendepunkt und damit als idealen Zeitpunkt für eine Spionagegeschichte.
Siim Sütiste, der leitende Autor, gibt zu, dass seine Weltsicht seit Disco Elysium zynischer geworden ist. Watson hingegen betont ein Gefühl der Dringlichkeit – sie glaubt, dass die politische Zukunft der Welt auf dem Spiel steht. Diese Perspektiven prägen den düstereren, ideologisch geprägten Ton des Spiels.
Zero Parades wird ZA/UMs Fähigkeit auf die Probe stellen, eine neue Art von Erzählung zu schaffen. Der Wechsel von Detektivarbeit zu Spionage zeigt sowohl künstlerischen Ehrgeiz als auch eine Reaktion auf reale globale Konflikte. Die politischen Themen und die ideologische Ausrichtung werden das Spiel deutlich von den früheren Werken des Studios abheben.






