Wie britische Ostereier von Kriegszeiten zum Schokoladenkult wurden
Luitgard RitterWie britische Ostereier von Kriegszeiten zum Schokoladenkult wurden
Ostereier sind zu einer geliebten britischen Tradition geworden – doch ihre Geschichte reicht mehr als ein Jahrhundert zurück. Was einst als Symbol der Hoffnung nach dem Ersten Weltkrieg begann, entwickelte sich später zu einem Schokoladenklassiker – dank Marken wie Rowntrees und Cadbury.
Die Idee, zu Ostern Schokolade zu verschenken, nahm in den 1920er-Jahren Gestalt an. Bevor Eier in Mode kamen, fertigten Schokoladenhersteller Fische, Hühner und sogar Schuhe als ostertypische Süßigkeiten. Diese frühen Kreationen waren schlicht, legten aber den Grundstein für das, was folgen sollte.
Während des Zweiten Weltkriegs kam die Produktion zum Erliegen, als Zuckermangel und Knappheit an Kakao die Herstellung von Schokoeiern unmöglich machten. Durch die Rationierung mussten Familien jahrelang auf die süße Tradition verzichten. Erst in den 1950er-Jahren feierten die Ostereier ihr volles Comeback.
Rowntrees – heute Teil von Nestlé – brachte 1954 das Dairy Egg auf den Markt, ein Meilenstein, der Schokoeier in britischen Haushalten allgegenwärtig machte. In den folgenden Jahrzehnten wurden Marken wie Yorkie, Rolo, Toffee Crisp, Aero, Cadbury und KitKat mit ihren Osterangeboten zu festen Größen.
Von Kriegszeiten bis in die Supermarktregale haben sich Ostereier zu einem saisonalen Highlight entwickelt. Die Tradition begann als kleines Zeichen des Neuanfangs nach dem Ersten Weltkrieg. Heute ist sie ein fester Bestandteil der britischen Feiertage – und Generationen genießen noch immer die gleichen bekannten Marken.






