02 April 2026, 22:01

Warum Deutschland am 14. Dezember den stillen Charme der Schneekugeln feiert

Plakat für das Zwölfte Deutsche Turnfest Leipzig 1913, das eine zentrale Gruppe von Menschen und Text mit Veranstaltungseinzelheiten zeigt.

Warum Deutschland am 14. Dezember den stillen Charme der Schneekugeln feiert

Deutschland feiert jedes Jahr am 14. Dezember den Nationalen Schneekugel-Tag

Die Tradition begann 2020, als Sven Giese die Initiative zu diesem Anlass ins Leben rief. Zwar finden in keinen Städten offizielle Veranstaltungen statt, doch der Tag würdigt ein beliebtes Deko-Objekt mit langer Geschichte.

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Die Idee der Schneekugel reicht bis ins Jahr 1572 zurück, als Leonhard Thurneysser eine frühe Version in Auftrag gab. Jahrhunderte später, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, ließ Erwin Perzy die moderne "Glaskugel mit Schneeeffekt" patentieren. Sein Design wurde zum Vorbild für die heutigen Schneekugeln.

Eine typische Schneekugel besteht aus einer versiegelten Glaskugel, die mit Wasser und kleinen Figuren gefüllt ist. Durch Schütteln entsteht ein wirbelnder Schneeeffekt. Meist wird Leitungswasser verwendet, manche Modelle enthalten jedoch destilliertes oder deionisiertes Wasser für mehr Klarheit. Der Zusatz von Glycerin lässt den Schneefall langsamer und natürlicher wirken.

Die Flüssigkeit im Inneren ist zwar ungiftig, doch die Hersteller warnen davor, sie zu trinken. Sven Giese wählte den 14. Dezember bewusst als neutralen Kalendertag – ohne besondere Bedeutung. Seit 2020 erinnert der Tag still an den Charme dieser winterlichen Dekorationsstücke.

Der Schneekugel-Tag bleibt in Deutschland eine bescheidene Feier. Offizielle Treffen gibt es nicht, doch die Tradition lenkt den Blick auf ein schlichtes, aber zeitloses Weihnachtsdekorationselement. Der Tag steht auch für die Handwerkskunst hinter einem saisonalen Klassiker.

Quelle