24 March 2026, 16:03

Viersener Schule und Verein verlängern Partnerschaft für Erinnerungskultur und Stolperstein-Pflege

Steingebäude mit einem Fenster und einer Holocaust-Gedenktafel an der Seite, mit eingraviertem Text.

Viersener Schule und Verein verlängern Partnerschaft für Erinnerungskultur und Stolperstein-Pflege

Der Verein zur Förderung der Erinnerungskultur (1933–1945) in Viersen hat seine Partnerschaft mit der Anne-Frank-Gesamtschule für weitere drei Jahre verlängert. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Bewahrung des Gedenkens an den Holocaust und die Vermittlung lokaler Geschichte an Schülerinnen und Schüler. Ein zentrales Projekt ist die fortlaufende Pflege der Stolpersteine – jener kleinen Messingtafeln im Gehweg, die an die Opfer der NS-Verfolgung erinnern.

Die erneuerte Vereinbarung knüpft an die bisherige Zusammenarbeit an, zu der auch die Beteiligung der Schule an den Feierlichkeiten zur Verlegung der letzten Stolpersteine in Dülken gehörte. Manfred Budel, Vorsitzender des Vereins, dankte Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern für ihr engagiertes Mitwirken bei diesen Veranstaltungen. Ihr Einsatz habe dazu beigetragen, die öffentliche Wahrnehmung der Mahnmale wachzuhalten.

An der Anne-Frank-Gesamtschule wirbt Schulleiterin Ilka Werner dafür, dass sich das Kollegium an der Aktion Reinigung der Stolpersteine beteiligt – insbesondere vor dem 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome. Parallel dazu plant Lehrerin Corinne Flasshoff mit ihrer Klasse einen erneuten Besuch der Holocaust-Gedenkstätte bei der St.-Joseph-Kirche. Zudem wird sie eine Projektgruppe bei der Recherche in lokalen Archiven anleiten.

Julietta Breuer, stellvertretende Vorsitzende des Vereins und Schulverbindungsreferentin, betonte, dass Flasshoffs Arbeit die Verbindung zwischen Bildung und Erinnerungskultur stärke. Die nächsten Stolpersteine sollen voraussichtlich Anfang 2027 verlegt werden, diesmal in der Viersener Innenstadt.

Die Partnerschaft wird auch künftig schulisches Lernen mit öffentlichen Gedenkprojekten verknüpfen. Schülerinnen und Schüler werden sich in Archivarbeit, Besuche vor Ort und die Pflege der Stolpersteine einbringen. Auf diese Weise bleibt die lokale Geschichte des Holocaust für die jüngeren Generationen sichtbar und zugänglich.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle