15 May 2026, 12:03

Uwe Steimle kehrt mit provokanter Ost-Krimi-Serie auf Telegram zurück

Ein buntes Vintage-Plakat für das Quartier Cabaret Salon in Paris, das eine Gruppe von Menschen mit gro├čer Schrift und einem dekorativen Rahmen in ged├Ąmpften Blaut├äen, Grünen und Gelbt├äen zeigt.

Uwe Steimle kehrt mit provokanter Ost-Krimi-Serie auf Telegram zurück

Uwe Steimle, ostdeutscher Kabarettist, kehrt nach 15 Jahren Pause bei Polizeiruf 110 auf den Bildschirm zurück – diesmal mit einer eigenen Krimireihe namens Volkspolizeiruf Tatort Ost. Im Mittelpunkt stehen Verbrechen an Ostdeutschen, die angeblich von Westdeutschen oder Migranten begangen wurden. Die Serie erscheint zu einer Zeit, in der der öffentlich-rechtliche Sender MDR aufgrund von Budgetkürzungen die Produktion eigener Krimiformate vorerst einstellt.

Die erste Folge mit dem Titel Mord unter der Windkraftanlage präsentiert einen ungewöhnlichen Ermittler: einen allwissenden Oktopus in Winzermütze. Steimle spielt Kommissar Bemme, einen exzentrischen Ermittler, der von Sahra und Egon unterstützt wird.

Das Projekt entstand, nachdem der MDR – zuständig für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen – die Produktion neuer Folgen von Tatort und Polizeiruf für die nächsten drei Jahre pausierte. Eine Allianz von Medienvertretern sprang in die Bresche, um die Lücke in der ostdeutschen Repräsentation zu schließen. Steimle wirft den Mainstream-Medien vor, ihn zum Schweigen zu bringen, und behauptet, tiefgreifende Kenntnisse über den Osten „bis hin nach Moskau“ zu besitzen.

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Die Serie wird nicht im klassischen Fernsehen, sondern über ausgewählte Telegram-Kanäle veröffentlicht. Die Pilotfolge umfasst satte 11.000 Seiten und verbindet absurden Humor mit Kriminalfällen. Hinter den Kulissen arbeitet Executive Producer Holger Friedrich an einem eigenen Streaming-Dienst für ostdeutsche Zuschauer – nach Netflix-Vorbild, aber mit regionalem Fokus.

Steimles Rückkehr markiert den Wandel vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen hin zu unabhängigen, digitalen Produktionen. Die Serie bedient sich der Spannungen zwischen Ost und West und inszeniert Verbrechen als Angriffe auf das Volk – die Menschen der ehemaligen DDR. Ob das Publikum den provokanten Ton annimmt, bleibt abzuwarten.

Die erste Folge erscheint auf Telegram und umgeht damit die klassischen Sender. Friedrichs langfristiges Ziel ist eine eigene Streaming-Plattform für ostdeutschen Content. Vorerst bietet Steimles Serie eine ungewöhnliche Variante des Krimi-Genres – eine, die politische Erzählungen und Medienkonventionen herausfordert.

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