Unbekannte Liebesbriefe enthüllen Brian Jones' zärtliche Seite vor dem Stones-Ruhm
Luitgard RitterUnbekannte Liebesbriefe enthüllen Brian Jones' zärtliche Seite vor dem Stones-Ruhm
Ein Konvolut von Briefen, das einen seltenen Einblick in die frühen Tage der Rolling Stones gewährt, ist aufgetaucht. Die handschriftlichen Notizen, die sich unter dem Nachlass der verstorbenen Sylvia Wainwright befanden, dokumentieren ihre Beziehung zum Bandmitglied Brian Jones. Sie sollen nun vom Auktionshaus Hansons Auctioneers in Derbyshire versteigert werden.
Die Briefe stammen aus den 1960er-Jahren und wurden von Sylvia an ihre Schwester Lynn geschrieben. Sie beschreiben eine zärtliche Seite von Brian Jones und zeichnen das Bild eines einfühlsamen Mannes, der ihr Geschenke wie Blumen, ein Osterei und ein Puzzle schickte. In einer der Notizen findet sich sogar eine persönliche Botschaft von Jones selbst, unterzeichnet mit herzlichen Grüßen.
Sylvias Aufzeichnungen fangen zudem die lebendige Gesellschaftsszene der Zeit ein. Sie erwähnt Partys in Mick Jaggers Wohnung, Nächte mit Popstars und Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Jeff Beck und Christine Shrimpton. Diese Schilderungen entstanden lange vor der späteren Mythenbildung um diese Ära und bieten einen authentischen Blick auf die prägenden Jahre der Band.
Die Musikexpertin Claire Howell von Hansons Auctioneers bezeichnet das Archiv als eines der bemerkenswertesten Stücke der Rock-Memorabilia der letzten Jahre. Die Sammlung, zu der auch Fotos gehören, wird auf einen Verkaufspreis zwischen 1.600 und 2.100 Pfund geschätzt.
Die Briefe zeigen eine weichere, persönlichere Seite von Brian Jones – ein Kontrast zu seinem späteren öffentlichen Image. Gleichzeitig liefern sie ein zeitgenössisches Zeugnis vom Aufstieg der Rolling Stones, frei von späteren Ausschmückungen. Die Auktion bietet Fans und Sammlern nun die Gelegenheit, ein Stück Musikgeschichte zu erwerben.






