Solinger Bürgergemeinschaft lehnt Mobilitätskonzept und Garagen-Regulierung ab
Klemens GorlitzSolinger Bürgergemeinschaft lehnt Mobilitätskonzept und Garagen-Regulierung ab
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat das Integrierte Mobilitätskonzept der Stadt in seiner aktuellen Fassung abgelehnt. Die Gruppe sprach sich zudem gegen jegliche Eingriffe in die private Nutzung von Garagen aus – ein Vorschlag, der von den Grünen eingebracht worden war.
Die BfS begründete ihre Ablehnung damit, dass das Konzept nicht mit einem früheren Beschluss des Bezirksrats übereinstimme, der die Verbesserung der Verhältnisse – insbesondere im Stadtteil Aufderhöhe – vorsah. Zudem verwies die Gruppe darauf, dass die unbestimmte Verschiebung der Pläne für den Knotenpunkt Bonner Straße das Konzept für die künftige Verkehrsplanung unbrauchbar mache.
Die Grünen hatten angeregt, die Nutzung bestehender Garagen zu überprüfen, um den Parkdruck auf den Straßen im Stadtteil zu verringern. Die BfS wies diesen Ansatz jedoch zurück und betonte, dass die Garagennutzung eine private Angelegenheit sei und keiner Regulierung unterliege.
Das Konzept sieht außerdem vor, bestimmte Straßen zu Hauptverkehrsachsen zu erklären. Zwar würde sich für Anwohner dadurch nichts ändern, doch würde ihr aktueller Status damit offiziell anerkannt. Besonders hervorgehoben wurden die Merscheider Straße und die Beethovenstraße als Bereiche mit stark frequentiertem Verkehrsaufkommen, wo eine geplante Fahrradspur Abhilfe schaffen könnte.
Die Ablehnung des Integrierten Mobilitätskonzepts lässt die künftige Verkehrsplanung der Stadt in der Schwebe. Die Haltung der BfS zur Garagennutzung und die ungelösten Fragen zur Knotenpunktgestaltung erschweren den Prozess zusätzlich.






