Solingen fordert vom Land NRW Erstattung für explodierende Schulkosten
Tassilo HeßSolingen fordert vom Land NRW Erstattung für explodierende Schulkosten
Solingen hat die verkürzten Unterrichtszeiten bis zu den Osterferien Mitte April verlängert. Die Stadt sieht sich nun mit zusätzlichen Kosten für Vertretungsbetreuung und Integrationshilfen konfrontiert. Die Verantwortlichen fordern vom Land Nordrhein-Westfalen eine Erstattung der Ausgaben.
Allein an der Wilhelm-Hartschen-Schule gab Solingen zwischen November 2023 und Januar 2024 rund 67.228,10 Euro für Vertretungskräfte aus. Bis zu den Sommerferien rechnet die Stadt mit weiteren monatlichen Kosten von etwa 23.000 Euro für Integrationsfachkräfte. Bis zum Ende des Schuljahres könnten die Gesamtausgaben auf mindestens 115.000 Euro anwachsen.
Die Stadt hat sich schriftlich an die Bezirksregierung und das Land gewandt, um eine Kostenerstattung zu beantragen. Sie begründet dies mit dem landesweiten Lehrkräftemangel, der diese Mehrausgaben verursache. Zudem fordert Solingen eine sofortige Überweisung der Mittel für die Monate November bis Januar.
Der endgültige Finanzbericht für das Schuljahr 2023/2024 wird erst nach Vorlage aller zusätzlichen Kosten am Ende des Sommerhalbjahres erstellt. Solingen kämpft mit finanziellen Engpässen und kann die Extraausgaben nicht selbst tragen. Die Stadt besteht darauf, dass das Land die Kosten übernehmen muss. Ein offizieller Antrag auf Erstattung wurde bei den zuständigen Stellen eingereicht.






