30 April 2026, 20:01

Solaranlagen auf Wohnhäusern droht das Aus durch Förderstopp

Ein Plakat, das die Installation von Dachsolaranlagen mit verfügbaren Steuergutschriften von bis zu 30% anpreist.

Solaranlagen auf Wohnhäusern droht das Aus durch Förderstopp

Eine neue Studie warnt, dass kleine Solaranlagen auf Wohnhäusern bald um ihr Überleben kämpfen könnten. Forscher des IW Köln haben herausgefunden, dass diese Anlagen ihre Wirtschaftlichkeit verlieren könnten, falls eine wichtige Förderung gestrichen wird. Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung über Kürzungen bei der Unterstützung für Erneuerbare-Energien-Projekte nachdenkt.

Die Ökonomen Andreas Fischer und Ralph Henger leiteten die Untersuchung im Rahmen des Kopernikus-Projekts Ariadne. Ihre Analyse konzentrierte sich auf die dezentrale Stromerzeugung in Wohngebäuden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele dieser Projekte ohne die EEG-Einspeisevergütung nicht mehr rentabel wären.

Die Studienergebnisse wurden von Zeitungen der Funke-Mediengruppe veröffentlicht. Sie unterstreichen die Bedenken gegenüber einem möglichen Kurswechsel von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Ministerin prüft derzeit, ob die EEG-Förderung für kleine Solaranlagen gestrichen werden soll – eine Subvention, die Hausbesitzern bisher hilft, die Kosten zu decken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Forscher betonten, dass vor allem kleinere Wohngebäude betroffen wären. Größere Projekte verfügen oft über mehr finanzielle Spielräume, um Rückschläge abzufedern, doch kleine Anlagen sind stark auf die Förderung angewiesen, um wirtschaftlich tragfähig zu bleiben.

Sollte die EEG-Förderung entfallen, müssten viele Solaranlagen auf Wohnhäusern möglicherweise geschlossen werden. Die Autoren der Studie fordern eine sorgfältige Abwägung, bevor politische Änderungen in Kraft treten. Die Entscheidung liegt nun bei Ministerin Reiche und ihrem Team.

Quelle