Senec tauscht tausende Heimspeicher nach Sicherheitsmängeln und Urteilsdruck aus
Ibrahim KargeSenec tauscht tausende Heimspeicher nach Sicherheitsmängeln und Urteilsdruck aus
Senec tauscht tausende Heimspeicher aus – nach Sicherheitsbedenken und Leistungsdrosselungen
Nach Sicherheitsbedenken, die zu Leistungseinschränkungen führten, ersetzt der Hersteller Senec tausende Heimspeichersysteme. Das Unternehmen hat bereits mehr als die Hälfte der betroffenen Anlagen durch neue, sicherere Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) ausgetauscht. Ein aktuelles Gerichtsurteil erhöht den Druck, die Probleme zügig zu lösen.
2022 hatte Senec nach mehreren brandonbedingten Vorfällen mit den Batterien die Leistung von Photovoltaik-Speichersystemen gedrosselt. Die reduzierte Kapazität löste Beschwerden aus, da Kunden mit eingeschränkter Funktionalität konfrontiert waren. Bis Ende 2024 tauschte das Unternehmen monatlich rund 5.000 Systeme – für die Besitzer kostenfrei – aus.
Ein betroffener Kunde klagte, nachdem er ein Senec.Home V3 hybrid duo-System inklusive Wallbox und Erweiterungsspeicher erworben hatte. Das Landgericht Bielefeld urteilte, dass die Kapazitätsreduzierung einen erheblichen Mangel darstelle. Es verpflichtete den Händler, dem Käufer den vollen Kaufpreis von 19.161,62 Euro zuzüglich Zinsen zu erstatten und ihm den Rücktritt vom Vertrag zu ermöglichen.
Senec ersetzt nun die älteren Modelle durch neue LFP-Module, die ein geringeres Brandrisiko aufweisen. Die Austauschaktion wird das Unternehmen voraussichtlich mehrere hundert Millionen Euro kosten. Bis zu diesem Sommer soll der Prozess abgeschlossen sein. Bereits über 50 Prozent der betroffenen Kunden haben ihre neuen Systeme erhalten. Das Urteil unterstreicht die Notwendigkeit einer vollständigen Lösung des Problems. Senec konzentriert sich darauf, die Umrüstung zügig abzuschließen und die Sicherheitsbedenken auszuräumen.






