07 April 2026, 00:05

Seltene Jugendstil-Vase von J. P. Kayser im Deutschen Zinnmuseum ausgestellt

Schwarze und weiße Zeichnung eines Art-Nouveau-Vasen mit detaillierten Wirbeln und Kurven, gefüllt mit Blumen und flankiert von zwei Vögeln.

Seltene Jugendstil-Vase von J. P. Kayser im Deutschen Zinnmuseum ausgestellt

Eine seltene Jugendstil-Vase aus der Werkstatt der J. P. Kayser Zinngießerei ist ab sofort im Deutschen Zinnmuseum zu sehen. Das mit filigranen Zinnrosen verzierte Stück spiegelt das Erbe des Unternehmens in der dekorativen Metallverarbeitung wider. Besucher können die Vase bis zum 30. November 2025 im Rahmen einer Sonderausstellung bewundern.

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Die Vase entstand nach 1908, einer Zeit, in der sich Zinnwaren im Jugendstil großer Beliebtheit erfreuten. Engelbert Kayser, der kreative Kopf hinter der Marke, entwarf Stücke, die bei Sammlern und Museen gleichermaßen begehrt waren. Seine Werke – darunter auch diese Vase – zeugen von der handwerklichen Meisterleistung der Krefelder J. P. Kayser Zinngießerei, die 1851 gegründet wurde.

Das Deutsche Zinnmuseum besitzt bereits mehrere Messingobjekte mit dem Kayser-Stempel, darunter zwei Weinkühler, die die Vielseitigkeit des Unternehmens in der Metallverarbeitung verdeutlichen. Aktuell erforscht die Museumsdirektorin Dr. Marilena Calcara die Geschichte der Vase und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe: Wer im Besitz von Kayser-Objekten ist, möge sich mit Informationen melden.

In den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren erlebte Jugendstil-Zinnware eine Renaissance, die Kaysers Ruf weiter festigte. Noch heute sind die Stücke der Marke für ihren künstlerischen Detailreichtum und ihre historische Bedeutung geschätzt.

Die Vase bleibt über ein Jahr lang ausgestellt und bietet die Gelegenheit, Kaysers Einfluss auf die dekorativen Künste zu erkunden. Die laufenden Recherchen des Museums könnten neue Erkenntnisse über die Produktionsmethoden und Entwürfe des Unternehmens liefern. Personen mit Wissen über Kayser-Objekte sind aufgerufen, sich an den Untersuchungen zu beteiligen.

Quelle