Schalke 04 kämpft trotz Tabellenplatz mit Millionen-Schulden aus der Pandemie
Ibrahim KargeSchalke 04 kämpft trotz Tabellenplatz mit Millionen-Schulden aus der Pandemie
FC Schalke 04 liegt nach zwölf Spielen mit 27 Punkten auf dem zweiten Platz der 2. Bundesliga. Doch hinter den Kulissen kämpft der Verein weiterhin mit finanziellen Engpässen, die auf ein 35-Millionen-Euro-Darlehens aus der Pandemiezeit zurückgehen. Die jährlichen Rückzahlungen von rund 6 Millionen Euro schränken die Handlungsspielräume für Neuverpflichtungen deutlich ein.
In der Saison 2020/2021 hatte Schalke ein 35-Millionen-Rettungspaket von einem privaten Bankenkonsortium erhalten – nicht aus staatlichen Notfallprogrammen. Der Kredit, der bis 2028 zurückgezahlt werden muss, hat das Gehaltsbudget des Vereins auf 22 Millionen Euro gedeckelt, ein Limit, das bereits ausgeschöpft ist.
Um im Winter Transferaktivitäten zu finanzieren, müsste der Club mindestens einen Spieler verkaufen, um nur die Ausgaben zu decken. Ein zweiter Abgang könnte Mittel für einen Neuzugang freimachen. Zu den möglichen Kandidaten zählen Anton Donkor und Bryan Lasme, die jeweils 500.000 Euro pro Jahr verdienen, sowie Henning Matriciani und Ibrahima Cissé mit Gehältern von 400.000 Euro jährlich.
Erst wenn das Darlehen vollständig getilgt ist, könnte sich die finanzielle Lage des Vereins entspannen. Bis dahin gelten strenge Budgetvorgaben, die Verstärkungen für den Kader stark einschränken.
Trotz der starken Tabellenposition bleibt Schalke finanziell eng geschnürt. Um im Januar überhaupt Transfers tätigen zu können, muss der Club Spielerverkäufe in die Wege leiten. Die vollständige Rückzahlung des Kredits bis 2028 könnte langfristig wieder mehr Spielraum für Investitionen schaffen.






