28 March 2026, 06:01

Sabine Rische verlässt Solingens Stadtverwaltung nach 34 prägenden Jahren

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer städtischen Straße mit mehrstöckigen Gebäuden, die Fenster, Türen und Schilder zeigen, mit schwach lesbarer Schrift am unteren Rand.

Sabine Rische verlässt Solingens Stadtverwaltung nach 34 prägenden Jahren

Nach mehr als drei Jahrzehnten im öffentlichen Dienst der Stadt Solingen ist Sabine Rische in den Ruhestand gegangen. Ihre Karriere begann im September 1989, und sie entwickelte sich zu einer prägenden Figur in der Stadtplanung und Öffentlichkeitsarbeit. Ihr Wirken umfasste große Projekte – von Hochwasserschutzmaßnahmen bis hin zur Bewerbung der Müngstener Brücke als UNESCO-Weltkulturerbe.

Rische startete ihre Laufbahn in einer Zeit, als Schreibmaschinen und Faxgeräte noch zum Alltag gehörten. Im Laufe der Jahre passte sie sich digitalen Werkzeugen an und koordinierte gleichzeitig Bauprojekte sowie die öffentliche Kommunikation. Als gebürtige Krefelderin brachte sie einen externen Blickwinkel nach Solingen und betonte oft die Stärken der Stadt.

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Dreißig Jahre lang leitete sie das Presseamt und baute ein Netzwerk auf, um Bürger:innen über Baustellen, Straßensperrungen und Umleitungen auf dem Laufenden zu halten. Doch ihr Aufgabenbereich ging weit über die Infrastruktur hinaus: Sie engagierte sich für den Ausbau der Kinderbetreuung und die Einführung der Solinger Freizeitkarte.

Zu den großen Vorhaben unter ihrer Verantwortung zählten die Entwicklung des Stadtteils Ohligs, die Aufwertung der Innenstadt und die Sanierung von Schlössern. Zudem unterstützte sie die Nominierung der Müngstener Brücke für die UNESCO-Liste, die 2024 die Prüfung durch ICOMOS durchlief. Deutschland reichte die offizielle Bewerbung im Januar 2025 ein; die Brücke bleibt vorerst auf der vorläufigen Liste, bevor 2027 in Sofia über die Aufnahme entschieden wird.

Auch im Ruhestand wird Rische der Stadt verbunden bleiben: Sie plant, in kleinerem Rahmen weiterhin für die Solinger Entwicklungsagentur tätig zu sein.

Ihre Karriere spiegelt den Wandel Solingens wider – vom papierbasierten Verwaltungshandeln zur digitalen Kommunikation. Ihr Wirken reichte von täglichen Infrastruktur-Updates bis hin zu langfristigen Denkmalschutzprojekten. Nun wartet die Stadt auf die UNESCO-Entscheidung 2027 zur Müngstener Brücke, eines von vielen Vorhaben, die sie maßgeblich vorangetrieben hat.

Quelle