Ryanair streicht Winterflüge 2025/2026: Neun deutsche Flughäfen betroffen
Ibrahim KargeRyanair storniert Flüge an Flughäfen in NRW - Ryanair streicht Winterflüge 2025/2026: Neun deutsche Flughäfen betroffen
Ryanair kürzt Winterflugplan 2025/2026 in Deutschland
Die Fluggesellschaft Ryanair hat umfangreiche Streichungen ihres Winterflugplans für die Saison 2025/2026 in Deutschland bekannt gegeben. Betroffen sind neun Flughäfen, darunter Köln/Bonn und Weeze, wo Verbindungen gestrichen werden. An zwei weiteren Standorten fallen Routen komplett weg. Hintergrund sind anhaltende Streitigkeiten über das, was das Unternehmen als überhöhte Flughafengebühren in Deutschland bezeichnet.
Von den Kürzungen sind rund 7 Millionen Flugtickets in ganz Deutschland betroffen. Davon entfallen 800.000 Sitze auf 24 gestrichene Strecken. Insgesamt reduziert Ryanair seine Winterkapazitäten bundesweit um etwa 10 Prozent – die genauen Auswirkungen variieren jedoch je nach Flughafen.
Am Flughafen Köln/Bonn fallen die Verbindungen nach Bristol (Großbritannien) und Kopenhagen weg. Trotz der Kürzungen wird die Gesamtzahl der Sitze dort nur leicht unter dem Niveau des Winters 2024 liegen. Am Flughafen Weeze werden die Strecken nach Castellón (Spanien) und Kopenhagen eingestellt. Dennoch verzeichnet der Flughafen im Vergleich zum Vorwinter einen Anstieg der Sitzplatzkapazität um 23 Prozent.
Zudem bestätigte Ryanair, die Flugbetriebe an den Flughäfen Dortmund, Dresden und Leipzig nicht wiederaufnehmen zu wollen. Als Hauptgrund wurden die hohen Zugangskosten in Deutschland genannt. Weitere Streichungen beim Sommerflugplan 2026 schloss die Airline nicht aus.
Betroffen von den Anpassungen sind auch die Flughäfen Memmingen, Berlin-Brandenburg, Baden-Baden, Frankfurt-Hahn, Hamburg, Nürnberg und Bremen. Hier wird es Änderungen im Streckennetz geben, die Teil der umfassenden Kürzungen sind.
Für Passagiere bedeutet dies weniger Flugoptionen von mehreren deutschen Flughäfen aus in diesem Winter. Ryanairs Entscheidung unterstreicht die anhaltenden Spannungen um Flughafengebühren, die sich auch auf die regionale Anbindung auswirken könnten. Die Pläne der Airline für den Sommer 2026 bleiben vorerst ungewiss – weitere Kürzungen sind nicht ausgeschlossen.






