10 April 2026, 22:02

Pinkfarbene Elefantendame Chanchal löst Debatte über Tierschutz und Kunst aus

Bild eines Gruppenportr├Ąts von Menschen in traditioneller Rajasthan-Kleidung, die sich in einem Raum versammelt haben, mit einem dekorierten Elefanten, der prominent in der Vordergrund steht, gerahmt und in leuchtenden Farben dargestellt.

Pinkfarbene Elefantendame Chanchal löst Debatte über Tierschutz und Kunst aus

Ein im Jahr 2025 entstandenes Fotoshooting mit der betagten Elefantendame Chanchal sorgt derzeit erneut für Aufsehen – und entfacht die Debatte über Tierschutz von Neuem. Die Aufnahmen, die im "Elefantendorf" Hathi Gaon bei Jaipur entstanden, zeigen die 70-jährige Chanchal mit greller pinkfarbener Bemalung – eine Entscheidung, die seitdem sowohl Bewunderung als auch scharfe Kritik hervorruft.

Die Idee stammte von der in Barcelona lebenden russischen Fotografin Julia Buruleva. Das Shooting dauerte etwa zehn Minuten, danach wurde die Farbe umgehend abgewaschen. Chanchal, die wegen ihres Alters weder für Reitangebote noch für schwere Arbeit eingesetzt wurde, blieb die Prozedur erspart.

Die Bilder gerieten zunächst in Vergessenheit, bis sie im März 2026 plötzlich in den sozialen Medien viral gingen. Die Reaktionen fielen gespalten aus: Einige lobten die künstlerische Umsetzung, andere verurteilten den Vorgang als kulturellem Unverstand und grausam. Die Kritik verschärfte sich, als Chanchal nur einen Monat später starb.

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Lokale Behörden und Chanchals Besitzer betonten, ihr Tod im Februar 2026 sei auf natürliche, altersbedingte Ursachen zurückzuführen. Einen Zusammenhang mit dem Fotoshooting wiesen sie entschieden zurück und versicherten, das Tier habe stets angemessene Pflege erhalten.

Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur Ethik des Einsatzes von Tieren in künstlerischen Projekten auf. Chanchals Geschichte bleibt ein Diskussionspunkt – insbesondere, wenn es um die Abwägung zwischen künstlerischer Freiheit und der Würde der Tiere geht. Bisher wurden keine weiteren Ermittlungen zu ihrem Tod angekündigt.

Quelle