Persil und Pril werden teurer: Warum Henkel die Preise jetzt erhöht
Haushaltsprodukte von Marken wie Persil und Pril werden teurer
Der Konzern Henkel, hinter dem Marken wie Persil und Pril stehen, kündigt Preiserhöhungen an – ausgelöst durch steigende Kosten im Zuge globaler Spannungen. Wie Vorstandschef Carsten Knobel am 25. März 2026 bestätigte, sind vor allem höhere Lieferantenpreise und der Anstieg der Ölpreise ausschlaggebend für die Teuerungen.
Der Konflikt im Iran hat die Kosten entlang der gesamten Lieferketten in die Höhe getrieben und Henkel damit gezwungen, die Preise anzupassen. Bereits der Chemiezulieferer BASF, ein wichtiger Partner des Konzerns, hat seine Preise um etwa 30 Prozent erhöht. Diese Kettenreaktion trifft nun auch Verbraucher: Waschmittel, Spülmittel und Haarpflegeprodukte werden künftig mehr kosten.
Doch nicht nur die gestiegenen Rohstoffpreise belasten Henkel – auch die explodierenden Ölpreise und höhere Logistikkosten setzen dem Unternehmen zu, obwohl es kein besonders energieintensiver Betrieb ist. Da fast die Hälfte des Umsatzes in Höhe von 20,5 Milliarden Euro aus dem Konsumgütergeschäft stammt, bleibt dem Konzern kaum eine Wahl, als die Mehrkosten an die Kunden weiterzugeben. Im Handel werden die Preiserhöhungen bald an den Regalen sichtbar sein, sodass auch Alltagsprodukte wie Persil oder Schwarzkopf teurer werden.
Experten erwarten, dass weitere europäische Konsumgüterhersteller nachziehen werden – wenn auch oft stillschweigend. BASF hat bereits ähnliche Schritte eingeleitet, und Analysten gehen davon aus, dass viele Marken ihre Preise erhöhen, ohne dies öffentlich zu kommunizieren.
Für deutsche Verbraucher bedeutet das: In den kommenden Monaten wird der Griff zu Reinigungs- und Pflegeprodukten tiefer in die Tasche gehen. Henkels Entscheidung zeigt einmal mehr, wie globale Konflikte direkt den Geldbeutel der Haushalte belasten. Während Zulieferer und Hersteller auf die gestiegenen Kosten reagieren, müssen Verbraucher für den täglichen Bedarf mehr bezahlen.






