Panne legt geheime Castor-Route offen – Atomtransport in Gefahr
Schwerer Sicherheitsfehler legt Route für geplanten Atomtransport in Deutschland offen
Durch ein grobes Versäumnis ist die geplante Strecke für einen anstehenden Transport von Atomabfällen in Deutschland öffentlich geworden. Die für den Schutz des Transports vorgesehene Drohnen-Flugverbotszone war versehentlich online veröffentlicht worden, bevor sie wieder entfernt wurde. Die Behörden haben sich bisher weder zu dem Vorfall noch zu den möglichen Risiken geäußert.
Der Fehler ereignete sich auf der Digitalen Plattform für unbemannte Luftfahrt des Bundesverkehrsministeriums. Am Mittwochabend tauchte dort eine Flugverbotszone entlang von Autobahnen in Nordrhein-Westfalen auf, die sich von Jülich bis nach Ahaus erstreckt. Diese Strecke entspricht exakt der Route für den nächsten Castor-Transport, bei dem Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor zu einem Zwischenlager gebracht werden sollen.
Die Angaben blieben bis Donnerstag sichtbar, bevor sie gelöscht wurden. Normalerweise werden solche Routen unter Verschluss gehalten, um Sabotage zu verhindern, da solche Transporte als mögliche Terrorziele oder Brennpunkte für Proteste gelten. Dennoch hat das Verkehrsministerium bisher keine offiziellen Sicherheitsvorkehrungen bestätigt.
Anfragen an das Ministerium nach einer Stellungnahme blieben unbeantwortet. Die fehlende Reaktion wirft Fragen auf, wie es zur Veröffentlichung der Route kommen konnte und ob nun zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
Der bekannt gewordene Streckenverlauf offenbart Schwachstellen im Umgang mit sensiblen Informationen zu Atomtransporten. Da es keine offizielle Bestätigung für angepasste Sicherheitsvorkehrungen gibt, bleiben Bedenken hinsichtlich möglicher Risiken während des Transports bestehen. Die Schweigsame des Ministeriums verstärkt die Unsicherheit um den Vorfall.






