NRW testet Kriminalfachassistenten gegen Überlastung der Ermittler
Luitgard RitterNRW testet kriminalistische Assistenten - Entlastung für Ermittler - NRW testet Kriminalfachassistenten gegen Überlastung der Ermittler
Nordrhein-Westfalen startet Modellprojekt zur Entlastung der Kriminalermittler
Nordrhein-Westfalen (NRW) hat ein Pilotprojekt gestartet, um die Arbeitsbelastung von Kriminalbeamten zu verringern. Im Rahmen der Initiative werden 15 sogenannte Kriminalfachassistenten an vier Polizeidirektionen administrative Aufgaben übernehmen. Ihr Einsatz soll den wachsenden bürokratischen Aufwand für die Ermittler reduzieren.
Die neuen Kriminalfachassistenten werden vor allem Schreibtischarbeiten übernehmen – etwa Datenbankrecherchen durchführen, Termine koordinieren und Akten verwalten. Zudem erstellen sie Berichte, sodass die Ermittler sich auf ihre kernpolizeilichen Aufgaben konzentrieren können. Zwar arbeiten sie eng mit den Beamten zusammen, sind aber selbst keine ausgebildeten Kriminalermittler.
Innenminister Herbert Reul (CDU) verwies auf den steigenden Druck auf die Polizei, der durch mehr Fälle und höhere administrative Anforderungen entstanden sei. Das Pilotprojekt läuft an den Standorten Essen, Bonn, Mettmann und Hamm. Nach der Testphase soll geprüft werden, ob das Programm auf weitere Polizeidienststellen ausgeweitet wird.
Die Assistenten sollen Abläufe effizienter gestalten und den Papierkram verringern. Zu ihren Aufgaben gehören die Verwaltung digitaler Unterlagen, die Planung von Befragungen und die Zusammenstellung von Beweisübersichten. Durch diese Unterstützung sollen die Ermittler mehr Zeit für die Arbeit vor Ort und die Fallaufklärung gewinnen.
Das Modellprojekt wird zeigen, wie wirksam Kriminalfachassistenten die Polizei entlasten können. Bei Erfolg könnte das Konzept auf weitere Polizeidirektionen in NRW übertragen werden. Die endgültige Entscheidung hängt von der Auswertung der Testergebnisse ab.






