NRW-Pendler setzen weiter auf Auto – Köln bleibt Top-Ziel für Berufstätige
Luitgard RitterRund fünf Millionen Pendler in NRW - NRW-Pendler setzen weiter auf Auto – Köln bleibt Top-Ziel für Berufstätige
Fast fünf Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr zur Arbeit in eine andere Stadt gependelt. Die aktuellen Zahlen zeigen einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent im Vergleich zu 2023. Die meisten Berufspendler setzen nach wie vor auf das Auto, wobei kurze Fahrzeiten weiterhin verbreitet sind.
Köln führte die Liste der beliebtesten Pendlerziele an und zog 373.900 Arbeitnehmer an. Düsseldorf folgte mit 341.400, während Essen mit 168.200 Beschäftigten den dritten Platz belegte. Besonders auffällig war Holzwickede: Hier kamen 83 Prozent der Erwerbstätigen aus anderen Kommunen – ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Einpendlern.
Die meisten Arbeitswege waren kurz: 69 Prozent der Pendler benötigten weniger als eine halbe Stunde für ihre Fahrt. Nur sechs Prozent hatten mehr als eine Stunde unterwegs. Das Auto dominierte den täglichen Arbeitsweg – 68 Prozent der Beschäftigten nutzten es. Der öffentliche Nahverkehr kam auf 14 Prozent, das Fahrrad auf zehn Prozent.
Gleichzeitig arbeiteten 4,4 Millionen Menschen in derselben Kommune, in der sie auch wohnten. Das deutet darauf hin, dass zwar das Pendeln zwischen Städten weit verbreitet ist, viele aber weiterhin in der Nähe ihres Wohnorts tätig sind.
Die Daten unterstreichen die anhaltende Abhängigkeit vom privaten Pkw im Berufsverkehr. Die meisten Fahrten dauern weniger als 30 Minuten, auch wenn ein kleiner Teil deutlich längere Wege in Kauf nimmt. Der leichte Anstieg der Pendlerzahlen spiegelt die stabilen Trends bei den Arbeitswegen in Nordrhein-Westfalen wider.






