24 May 2026, 20:02

NRW fordert Reform für mehr schwimmende Solaranlagen auf Seen und Flüssen

Bundesratsinitiative für mehr schwimmende Photovoltaik

NRW fordert Reform für mehr schwimmende Solaranlagen auf Seen und Flüssen

Nordrhein-Westfalen drängt auf Änderungen im Bundesrecht für Ausbau schwimmender Solarprojekte

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen setzt sich für eine Reform der bundesweiten Gesetze ein, um den Ausbau von schwimmenden Solaranlagen voranzutreiben. Die aktuellen Vorschriften seien zu restriktiv und schränkten das Potenzial dieser erneuerbaren Energiequelle unnötig ein, argumentiert die Landesregierung. Umweltminister Oliver Krischer betont die Chancen für großflächige Anlagen, insbesondere in Regionen wie dem Niederrhein.

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Aktuell betreibt das Land sechs schwimmende Photovoltaik(PV)-Anlagen, darunter die größte mit einer Leistung von 5,6 Megawatt in Bislich. Doch die geltenden Regelungen im Wasserhaushaltsgesetz begrenzen die Bedeckung von Gewässern mit Solarmodulen auf maximal 15 Prozent der Wasseroberfläche. Zudem schreibt ein verpflichtender 40-Meter-Pufferstreifen zur Uferzone die Möglichkeiten weiter ein.

Im Januar reichte der Landesverband Erneuerbare Energien NRW Minister Krischer Vorschläge ein, die eine Überarbeitung von Paragraf 36 des Wasserhaushaltsgesetzes des Bundes fordern. Die Initiative plädiert für flexiblere Regelungen, darunter höhere Bedeckungsgrenzen und Ausnahmen für Einzelfälle. Behördenvertreter kritisieren, dass pauschale Flächenbegrenzungen und Abstandsregeln unnötige Hürden schaffen – ohne nachweisbaren ökologischen Nutzen.

Der Vorstoß fällt in eine Phase steigender Marktpreise für Solarstrom: Im Oktober 2025 kletterten die Preise auf fast sieben Cent pro Kilowattstunde, was schwimmende PV-Projekte wirtschaftlich attraktiver macht. Krischer unterstreicht die Notwendigkeit von Bundeshilfe, um das volle Potenzial der Technologie zu erschließen.

Bei einer Genehmigung der geplanten Änderungen wären in Nordrhein-Westfalen größere schwimmende Solaranlagen möglich. Das Land strebt einen Ausgleich zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und ökologischen Belangen an. Entscheidend ist nun, ob der Bund bereit ist, die bestehenden wasserrechtlichen Vorschriften anzupassen.

Quelle