Münster feiert 377 Jahre Westfälischen Frieden mit offenen Türen und Traditionen
Ibrahim KargeMünster feiert 377 Jahre Westfälischen Frieden mit offenen Türen und Traditionen
Münster feiert am 24. Oktober 2023 den 377. Jahrestag des Westfälischen Friedens
Der historische Vertrag, der 1648 unterzeichnet wurde und den Dreißigjährigen Krieg beendete, war Ergebnis von Verhandlungen in Münster und Osnabrück. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums gibt es für die Öffentlichkeit kostenlosen Zugang zum Friedenssaal sowie eine Reihe besonderer Veranstaltungen in der gesamten Stadt.
Der Friedenssaal im Historischen Rathaus öffnet am 24. Oktober seine Türen für Besucher ohne Eintrittsgeld. Im Inneren bietet das authentisch erhaltene Interieur einen seltenen Einblick in den Raum, in dem die entscheidenden Verhandlungen stattfanden. Gäste haben zudem die Möglichkeit, ihre persönlichen Gedanken im "Buch des Friedens" in der Bürgerhalle niederzuschreiben.
Um 18:00 Uhr findet in der Lambertikirche die traditionelle ökumenische Friedensvesper statt. Der Gottesdienst wird gemeinsam von der katholischen Kirchengemeinde St. Lamberti, der evangelischen Apostelkirchengemeinde und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) organisiert.
Am Stadtweinhaus wird ab dem 24. Oktober die Stadtflagge wehen und bis zum folgenden Tag zu sehen sein. Diese symbolische Geste unterstreicht die anhaltende Verbindung Münsters zu dem Friedensvertrag, der der Stadt gemeinsam mit Osnabrück das Europäische Kulturerbe-Siegel einbrachte.
Der Westfälische Friede beendete nicht nur einen verheerenden Krieg, sondern legte auch den Grundstein für die moderne Diplomatie. Sein Erbe prägt beide Städte bis heute und formt ihre kulturelle und historische Identität.
Die Jubiläumsveranstaltungen bieten Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Gästen die Gelegenheit, sich mit der reichen Geschichte Münsters auseinanderzusetzen. Der kostenlose Zugang zum Friedenssaal, die Friedensvesper und das "Buch des Friedens" laden zur aktiven Teilnahme an den Feierlichkeiten ein. Die anhaltende Anerkennung als Europäische Kulturerbestätte betont die bleibende Bedeutung des Vertrages von 1648.






