16 April 2026, 06:02

Mönchengladbachs Flughafen setzt als erster Europas auf bleifreies Flugbenzin

Plakat für das Grossflugtag München-Event am 25. August 1935, das ein Flugzeug zeigt, das durch den Himmel fliegt, mit anderen Flugzeugen im Hintergrund.

Mönchengladbachs Flughafen setzt als erster Europas auf bleifreies Flugbenzin

Flughafen Mönchengladbach (MGL) ist der erste in Europa mit bleifreiem Flugbenzin an einer öffentlichen Tankstelle

Am Flughafen Mönchengladbach (MGL) wurde am 21. Oktober 2023 die erste öffentliche Tankstelle Europas für ein neues, bleifreies Flugbenzin in Betrieb genommen. Dort wird Swift 100R angeboten – ein nachhaltiger Ersatz für das herkömmliche Avgas 100LL. Mit diesem Schritt unterstreicht der Flughafen sein Engagement für umweltfreundlichere Abläufe und die Reduzierung von CO₂-Emissionen.

Das neue Flugbenzin Swift 100R ist ein 100-Oktan-Kraftstoff, der die Leistung von herkömmlichem Avgas 100LL erreicht, jedoch ohne den Zusatz von Blei. Es erfordert keine Umrüstungen an Flugzeugen und lässt sich mit bestehenden Kraftstoffsorten mischen. Aktuell ist es für die Modelle Cessna 172 S und R zugelassen, und zwar über ein Supplemental Type Certificate (STC).

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Die Tankstelle entstand in Zusammenarbeit mit der MG Flyers Flight School GmbH, die am Flughafen Mönchengladbach ansässig ist. Swift 100R enthält bereits erneuerbare Bestandteile, deren Anteil in Zukunft weiter erhöht werden soll. Der europäische Vertriebspartner Bollinger Aviation bezeichnet den Kraftstoff als einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigeren Luftfahrt.

Neben alternativen Kraftstoffen setzt der Flughafen auch auf die Erforschung von Elektro- und Wasserstoffflugzeugen. Diese Initiativen sind Teil einer umfassenderen Strategie zur Emissionsreduzierung und der Einführung zukunftsfähiger Technologien.

Die Einführung von Swift 100R markiert einen praktischen Fortschritt auf dem Weg zu saubereren Flugkraftstoffen. Die Investitionen des Flughafens Mönchengladbach in nachhaltige Infrastruktur zeigen sein Bestreben, die Umweltbelastung zu verringern. Da der Kraftstoff mit bestehenden Systemen kompatibel ist und das Potenzial für weitere Zulassungen besteht, könnte er in der Allgemeinen Luftfahrt eine breitere Verbreitung finden.

Quelle