Merkur setzt auf US-Expansion mit Spielautomaten und digitalem Glücksspiel
Klemens GorlitzDeutsches Unternehmen will den US-Glücksspielmarkt aufmischen - Merkur setzt auf US-Expansion mit Spielautomaten und digitalem Glücksspiel
Deutscher Glücksspielkonzern Merkur drängt auf Wachstum im US-Markt und setzt auf digitale Expansion
Der deutsche Glücksspielanbieter Merkur will seine Präsenz auf dem US-Markt ausbauen und gleichzeitig die Online-Umsätze steigern. Das Unternehmen, das rund 15.300 Mitarbeiter beschäftigt, verzeichnete 2024 einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro – ein Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nun plant Merkur eine weitere Expansion durch den Export von Spielautomaten und digitalen Glücksspiellösungen in Nordamerika.
Ein entscheidender Schritt gelang Merkur 2025 mit der Übernahme des in Las Vegas ansässigen Unternehmens Gaming Arts. Durch diesen Deal sicherte sich das Unternehmen einen direkten Marktzugang in den USA, wo es großes Potenzial sieht. Wie CEO Lars Felderhoff betonte, ist der US-Glücksspielmarkt stark konzentriert, wobei Casinobetreiber nach Alternativen zu den etablierten Anbietern suchen.
Für 2025 plant Merkur, zwischen 800 und 1.000 Spielautomaten nach Nordamerika zu liefern. Bis 2028 soll diese Zahl auf jährlich 5.000 steigen. Neben physischen Automaten wird das Unternehmen auch virtuelle Spiele anbieten, darunter Online-Plattformen und digitale Casinolösungen.
In Deutschland, dem Heimatmarkt von Merkur, unterliegt der Glücksspielsektor strengen staatlichen Auflagen, die exzessives Spielen eindämmen und gefährdete Nutzer schützen sollen. Der größte europäische Konkurrent des Unternehmens ist der österreichische Konzern Novomatic, dessen deutsche Aktivitäten unter dem Namen Löwen Entertainment laufen. Trotz des Wettbewerbs bleibt Merkur auf internationale Expansion und digitales Wachstum fokussiert.
Bis 2026 strebt das Unternehmen ein Umsatzplus von 10 Prozent an und peilt damit etwa 2,3 Milliarden Euro an. Ein erheblicher Teil dieses Wachstums soll aus den USA kommen, wo die erweiterte Präsenz die Zahl der weltweit eingesetzten Merkur-Automaten deutlich erhöhen könnte.
Merkurs Strategie kombiniert den Export physischer Spielautomaten mit dem Ausbau digitaler Glücksspielangebote in den USA. Die Übernahme 2025 und die geplanten Lieferungen markieren den ersten großen Vorstoß des Unternehmens in Nordamerika. Sollte dieser Schritt gelingen, könnte er die Wettbewerbsposition von Merkur stärken und in den kommenden Jahren für spürbares Umsatzwachstum sorgen.






