Lünen erhält grünes Licht für Haushalt 2025 und Sanierungsplan über 429 Millionen Euro
Klemens GorlitzLünen erhält grünes Licht für Haushalt 2025 und Sanierungsplan über 429 Millionen Euro
Die Stadt Lünen hat die Genehmigung für ihren Haushalt 2025 sowie einen langfristigen Sanierungsplan erhalten. Die Entscheidung des Kreises Unna vom 14. Oktober 2025 folgt auf wochenlange Vorbereitungen und Beratungen im Stadtrat. Die Verantwortlichen hoffen nun, dass die Maßnahmen die Finanzen der Stadt in den kommenden zehn Jahren stabilisieren werden.
Die Zustimmung erfolgte, nachdem Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am 9. Oktober 2025 während einer Ratssitzung die Verabschiedung des Haushalts bekanntgegeben hatte. Die Stadt war zuvor vor einem übermäßigen Einsatz von Eigenkapital in den nächsten Jahren gewarnt worden, was die Notwendigkeit einer strukturierten Sanierungsstrategie unterstrich.
Das Finanzsanierungskonzept (FSK) umfasst 127 Einzelmaßnahmen zur Kostensenkung und Einnahmensteigerung. Insgesamt sollen damit rund 429 Millionen Euro eingespart werden. Der Plan stützt sich zudem auf das Altlasten-Entschuldungsgesetz des Landes, um den langfristigen Finanzdruck zu verringern.
Stadtkämmerer Dr. André Jethon und sein Team erarbeiteten den Haushalt sowie das FSK mit Unterstützung der Finanzkommission, deren Vorsitz er innehat. Der genehmigte Haushalt ermöglicht es Lünen nun, freiwillige Projekte und neue Investitionen zu finanzieren. Die Stadt warnt jedoch, dass das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts bis 2035 ohne tatsächliche Unterstützung von Bund und Land unerreichbar bleiben könnte.
Bürgerinnen und Bürger können den vollständigen Haushalt 2025 sowie die Personalplanung auf der offiziellen Website der Stadt einsehen. Die Verantwortlichen bleiben optimistisch, dass laufende Unternehmensansiedlungen und Digitalisierungsvorhaben die wirtschaftliche Position Lünens weiter stärken werden.
Das FSK und der Haushalt 2025 geben Lünen eine klare finanzielle Roadmap für das nächste Jahrzehnt vor. Zwar kann die Stadt nun mit geplanten Investitionen voranschreiten, doch hängt ihre langfristige Stabilität weiterhin von externen Fördermitteln ab. Die beschlossenen Maßnahmen markieren einen entscheidenden Schritt, um tiefgreifendere Haushaltsdefizite zu vermeiden.






