29 April 2026, 00:11

Kunststoffindustrie setzt auf Pyrolyseöl und Bio-Rohstoffe für nachhaltige Produktion

Origami-Pavian aus Toilettenpapier, auf einem Tisch vor einer Wand mit einem Fenster aufgestellt.

Kunststoffindustrie setzt auf Pyrolyseöl und Bio-Rohstoffe für nachhaltige Produktion

INEOS Olefins & Polymers hat am Standort Lavera in Frankreich mit der Annahme von Pyrolyseöl begonnen. Dieser neue Rohstoff, der aus recyceltem Kunststoffabfall hergestellt wird, soll die Produktion von Polymeren mit geringerer Umweltbelastung ermöglichen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass Unternehmen bestrebt sind, die verschärften EU-Recyclingvorgaben bis 2030 zu erfüllen.

Das Pyrolyseöl ist Teil einer breiter angelegten Initiative, um erdölbasierte Materialien in der Kunststoffherstellung zu ersetzen. INEOS plant, es für die Herstellung recycelter Polymere einzusetzen und damit Kunden dabei zu unterstützen, künftige EU-Vorschriften zum Recyclinganteil einzuhalten.

Auch LyondellBasell hat eine Lösung auf Basis erneuerbarer Rohstoffe für die WC-Frisch-Bref-Toilettenrandblöcke von Henkel entwickelt. Der Kunststoffkäfig dieser Produkte besteht nun zu 30 % aus mechanisch recyceltem Kunststoff und zu 70 % aus biokreislauffähigen Rohmaterialien. Diese stammen aus Abfallquellen wie Rückständen der pflanzlichen Ölverarbeitung.

Die CirculenRenew-Polypropylen-(PP)-Sorten von LyondellBasell weisen im Vergleich zu herkömmlichem, erdölbasiertem PP einen um 44 % geringeren CO₂-Fußabdruck auf. Das Unternehmen betont, dass das Material dieselbe Leistung wie herkömmliche Alternativen bietet, jedoch mit deutlich reduzierten CO₂-Emissionen. Diese "Drop-in"-Lösung kommt bereits in Verpackungen zum Einsatz, darunter eine neue Kartonserie von Elopak, Orkla Home and Personal Care und Dow, die recycelte Polyethylen- mit biokreislauffähigen Polymeren kombinieren.

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Henkel und LyondellBasell werden ihre neuesten Innovationen auf der K 2025, der Weltleitmesse für Kunststoffe und Kautschuk in Düsseldorf, vom 8. bis 15. Oktober präsentieren.

Der Umstieg auf Pyrolyseöl und biokreislauffähige Materialien markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigeren Kunststoffproduktion. Unternehmen wie INEOS, LyondellBasell und Henkel setzen zunehmend auf diese Alternativen, um Emissionen zu senken und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. In den kommenden Jahren sollen die neuen Materialien vermehrt in Verbraucherprodukten zum Einsatz kommen.

Quelle