Kunst gegen Einsamkeit: Wie Schneverdingen mit Weihnachtskarten Trost schenkt
Tassilo HeßKunst gegen Einsamkeit: Wie Schneverdingen mit Weihnachtskarten Trost schenkt
Einsamkeit breitet sich in ganz Deutschland aus – besonders hart trifft es ländliche Regionen wie Schneverdingen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, Personen mit Behinderungen und Alleinerziehende. Um dem Problem entgegenzuwirken, ruft ein lokaler Kunstwettbewerb die Bürgerinnen und Bürger nun dazu auf, zum Pinsel zu greifen und vorweihnachtliche Freude zu verbreiten.
Unter dem Titel "Weihnachtszauber für alle: Malen gegen Einsamkeit" läuft der Wettbewerb noch bis zum 10. November. Organisiert wird er von Schneverdingen Inklusiv in Kooperation mit der Leader-Region Hohe Heide. Die Teilnehmer sind aufgerufen, unter dem Motto "Anderssein ist normal" festliche Kunstwerke zu gestalten. Die Einsendungen müssen auf Papier im Format DIN A5 bis DIN A3 angefertigt und im "Freiraum" in der Bargmannstraße 6 abgegeben werden.
Teilnehmen können alle Einwohner Schneverdingen und der umliegenden Gemeinden – unabhängig von Alter oder künstlerischem Können. Die drei Siegerentwürfe werden auf 1.000 kostenlose Weihnachtskarten gedruckt, die anschließend in der Region verteilt werden. Sie sollen persönliche Botschaften zu Menschen tragen, die sich in der Weihnachtszeit besonders allein fühlen.
Ziel des Projekts ist es, Einsamkeit durch neue Verbindungen zu lindern. Die Teilnehmer sind dazu aufgefordert, herzliche Worte an alte Bekannte oder Fremde zu richten, die möglicherweise mit Isolation kämpfen. Angesichts der zunehmenden sozialen Vereinsamung in ländlichen Gebieten hoffen die Organisatoren, dass die Karten Trost spenden und den Empfängern zeigen: "Ihr werdet nicht vergessen."
Einsendeschluss ist der 10. November. Die Gewinnerkarten werden noch vor Weihnachten weitreichend verteilt. Durch die Kombination von Kunst und persönlichen Botschaften bietet die Initiative eine einfache Möglichkeit, bedürftigen Nachbarn in der dunklen Jahreszeit eine Freude zu bereiten. Gleichzeitig macht das Projekt deutlich, wie kleine kreative Akte helfen können, eine wachsende gesellschaftliche Herausforderung anzugehen.






