16 April 2026, 06:02

Krefelds Oberbürgermeister attackiert Merz für vereinfachte Stadtpolitik-Kritik

Detailiertes altes Stadtplan von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit zusätzlichem Text über Bevölkerung und bemerkenswerte Merkmale.

Krefelds Bürgermeister kritisiert Merz und fordert mehr Geld - Krefelds Oberbürgermeister attackiert Merz für vereinfachte Stadtpolitik-Kritik

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz scharf für dessen jüngste Äußerungen zu den Problemen deutscher Städte. Der SPD-Politiker bezeichnete Merz' Aussagen als "unhilfreich" und warf ihm vor, komplexe städtische Herausforderungen zu vereinfachen. Meyer betonte, dass eine Fokussierung auf die Herkunft der Menschen wenig dazu beitrage, drängende Probleme wie Obdachlosigkeit oder marode Infrastruktur zu lösen.

Der Streit entzündete sich, nachdem Merz behauptet hatte, die urbanen Schwierigkeiten seien vor allem auf Migranten ohne dauerhaften Aufenthaltsstatus, Arbeitslose oder Personen zurückzuführen, die sich nicht an deutsche Regeln hielten. Zudem erklärte er, die Bundesregierung gehe diese Probleme durch Abschiebungen an. Meyer wies diese Erklärung als unzureichend für einen Kanzler zurück.

Der Oberbürgermeister verwies darauf, dass Städte wie Krefeld täglich mit Vermüllung, schlechter Beleuchtung und verfallender Infrastruktur kämpften. Besonders in einigen Stadtteilen sei der Kampf um Sauberkeit eine Daueraufgabe. Über den sichtbaren Verfall hinaus nannte er tiefgreifendere soziale Probleme, darunter steigende Obdachlosigkeit und psychische Krisen.

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Meyer warnte zudem, dass viele Städte in Nordrhein-Westfalen unter ähnlichem finanziellen Druck stünden. Ohne ausreichende Mittel von Bund und Land könnten die Kommunen diese Herausforderungen nicht wirksam angehen, so der Vorwurf. Der Oberbürgermeister forderte stattdessen konkrete finanzielle Unterstützung – und keine bloße politische Rhetorik.

Mit seiner Kritik setzt Meyer Merz unter Zugzwang, klar zu machen, wie die Bundesregierung den kämpfenden Städten konkret helfen will. Die Debatte dreht sich nun darum, ob bei der Bekämpfung des städtischen Niedergangs die Bereitstellung von Geldern oder eine verschärfte Durchsetzung von Regeln Vorrang haben sollte. Lokale Verantwortungsträger fordern weiterhin Taten statt allgemeiner Aussagen über Migration.

Quelle