22 March 2026, 14:01

Köln zeigt Flagge: Tausende demonstrieren gegen Rassismus und Diskriminierung

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Demonstration in Washington, D.C., mit Schildern und Fahrrädern, vor einem Gebäude und einem klaren blauen Himmel.

Köln zeigt Flagge: Tausende demonstrieren gegen Rassismus und Diskriminierung

Über tausend Menschen demonstrierten in Köln zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung der rassistischen Diskriminierung gingen in Köln mehr als tausend Menschen auf die Straße. Die von lokalen Initiativen organisierte Kundgebung sollte ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung in der Stadt setzen.

Die Demonstrant:innen versammelten sich am Südermannplatz, bevor sie über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz zogen. Viele trugen bunte Fahnen und hielten Schilder mit Parolen wie "Herz statt Hass" hoch, um ihre Haltung unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen. Die Veranstaltung war Teil der bundesweiten Aktionen Kölner Gruppen zum globalen Tag gegen Rassismus.

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Auf der Kundgebung nahe dem Rudolfplatz sorgte ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly für Aufmerksamkeit. Die Installation richtete sich gegen die AfD und verlieh der Demonstration eine provokante Note. Obwohl die Polizei mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet hatte, blieb die tatsächliche Zahl mit etwas über 1.000 deutlich hinter den Erwartungen zurück.

In den vergangenen Jahren verzeichneten Anti-Rassismus-Demonstrationen in Köln steigende Teilnehmerzahlen. Zwischen 2021 und 2025 zogen jährliche Veranstaltungen wie "Köln stellt sich quer" regelmäßig 10.000 bis 20.000 Menschen an, mit einem Höchststand von rund 18.000 im Jahr 2023. Zwar blieb Köln damit hinter dem Münchner Rekord von 25.000 Teilnehmenden im Jahr 2024 zurück, doch übertrumpfte die Stadt damit Metropolen wie Berlin und Hamburg.

Die Demonstration unterstrich das anhaltende Engagement in Köln gegen Rassismus und für Solidarität. Auch wenn die Beteiligung geringer ausfiel als erwartet, festigte die Veranstaltung den Ruf der Stadt als Hochburg großer Anti-Diskriminierungsproteste. Organisator:innen und Teilnehmende nutzten den Tag, um ihr Bekenntnis zu Gleichberechtigung erneut zu bekräftigen.

Quelle