15 May 2026, 12:02

Hürths kreativer Abriss: Wie aus AOK-Trümmern ein Forschungsprojekt wird

Detailierte alte Stadtkarte mit nummerierten Geb├Ąuden, Stra├čen und Text, die eine vorgeschlagene Entwicklungsstelle am unteren Rand anzeigt.

Hürths kreativer Abriss: Wie aus AOK-Trümmern ein Forschungsprojekt wird

Der Abriss des ehemaligen AOK-Gebäudes in Hürth hat eine entscheidende Phase im städtischen Entwicklungsprojekt Lebensader Lux erreicht. Statt die wiederverwendbaren Materialien zu verkaufen, arbeitet die Stadt nun mit der RWTH Aachen zusammen, um sie für Forschung und Lehre neu zu nutzen. Dieser Ansatz fördert nicht nur die Nachhaltigkeitsziele, sondern unterstützt auch ein innovatives Bauprojekt in Aachen.

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Die Entscheidung zur Wiederverwendung der Materialien geht auf einen Beschluss des Planungsausschusses vom Dezember 2023 zurück. Dieser verpflichtete die Stadt, vor großflächigen Abrissarbeiten wiederverwendbare Bauteile zu prüfen. Nach einer Begutachtung des Geländes stellte sich heraus, dass ein wirtschaftlicher Verkauf der Materialien nicht praktikabel war.

Vor dem Abriss wurden zunächst Schadstoffe identifiziert und fachgerecht entfernt. Ausgewählte Elemente – darunter Metallplatten, Handläufe, Bodenroste, Ziegelsteine, Fenster und Bänke – werden nun zu einem 4.000 Quadratmeter großen Referenzgelände nach Aachen transportiert. Dort bilden sie die Grundlage für Forschungsarbeiten im Rahmen des europäischen Target-X-Projekts, an dem auch das Unternehmen Construction Robotics beteiligt ist.

Auf dem ehemaligen AOK-Gelände selbst entstehen in Kürze ein modernes Gebäude, ein neuer Platz mit Wasserspiel sowie begrünte Freiflächen. Diese Neugestaltung ersetzt den alten Bau und bereichert das Viertel mit hochwertigen öffentlichen Angeboten.

Das Projekt zeigt, wie städtische Umstrukturierung Nachhaltigkeit und Innovation verbinden kann. Durch die Weiterverwendung der Materialien für die akademische Forschung vermeidet Hürth Abfall und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Entwicklung zukünftiger Baumethoden. Der neue Platz und das Gebäude werden zudem langfristig den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besuchern zugutekommen.

Quelle