22 April 2026, 14:09

Hunderte protestieren gegen Atomwaffen und NATO-Manöver in Nörvenich

Plakat mit der Aufschrift "Vereinte Nationen kämpfen für Freiheit" mit Flaggen und einem qualmenden Schiff im Hintergrund.

Hunderte protestieren gegen Atomwaffen und NATO-Manöver in Nörvenich

Rund 150 Demonstranten versammelten sich heute in der Nähe des Flugplatzes Nörvenich im Kreis Düren. Sie forderten die Abschaffung aller Atomwaffen in Deutschland und lehnten die Beteiligung des Landes an einem bevorstehenden NATO-Atomwaffen-Manöver ab. Die Kundgebung wurde von über 30 Friedensinitiativen organisiert.

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Im Mittelpunkt der Proteste stand die deutsche Beteiligung an der sogenannten nuklearen Teilhabe, die Kritiker als Bruch des Völkerrechts ansehen. Die Demonstranten skandierten Parolen wie "Nein zu Atomwaffen!" und verlangten den Abzug aller in Deutschland stationierten Atomwaffen. Eine Sprecherin der Veranstaltung betonte, Deutschland dürfe weder Atomwaffen lagern noch mit ihnen üben.

Auf dem Stützpunkt Nörvenich sind Tornado- und Eurofighter-Kampfjets stationiert, die an dem NATO-Manöver in der kommenden Woche teilnehmen sollen. Die Protestierenden verurteilten insbesondere die geplante Beteiligung deutscher Maschinen an der Übung. Trotz des Fokus auf Abrüstung lobten die Organisatoren auch die jüngsten Friedensbemühungen zwischen Israel und den Palästinensern.

Mehr als 30 Organisationen der Friedensbewegung unterstützten den Marsch. Zu ihren Forderungen gehörten das Ende der nuklearen Teilhabe sowie die vollständige Entfernung der in Deutschland gelagerten US-Atomwaffen.

Die Demonstration unterstrich den anhaltenden Widerstand gegen die deutsche Atompolitik. Da das NATO-Manöver bereits nächste Woche beginnen soll, könnten weitere Proteste folgen. Die Organisatoren haben deutlich gemacht, dass sie jede militärische Beteiligung an Atomwaffen ablehnen.

Quelle