15 May 2026, 08:02

Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Elektrolyseure für Milliardenvorhaben

Ein gelber wasserstoffbetriebenes Elektroauto vor einem Gebäude geparkt, umgeben von Barrieren und Bannern, mit Menschen in der Nähe und einer Topfpflanze.

Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Elektrolyseure für Milliardenvorhaben

Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure in einem großen Projekt für grüne Stahlproduktion ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron in Westaustralien soll mithilfe erneuerbarer Energien die Emissionen um bis zu 90 Prozent senken. Bei Genehmigung würde das Werk einen bedeutenden Schritt hin zu einer kohlenstoffarmen Stahlherstellung in der Region darstellen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht eine neue Elektrolyseuranlage, die grünen Wasserstoff für die Stahlproduktion erzeugen soll. PGS plant, die Anlage selbst zu errichten, während Thyssenkrupp Nucera standardisierte scalum®-Module mit je 20 Megawatt Leistung liefert. Zusammen sollen diese Einheiten eine Gesamtkapazität von 1,4 Gigawatt erreichen.

Sobald die Anlage in Betrieb ist, wird sie zunächst sieben Millionen Tonnen grüne Eisenpellets pro Jahr produzieren. Die ersten Exporte sind für 2029 vorgesehen. Langfristig strebt PGS eine Steigerung der Produktion auf 30 Millionen Tonnen direktreduktionsfähige grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI (Heißbrikettiertes Eisen) pro Jahr an.

Die Elektrolyseure werden vollständig mit regionaler erneuerbarer Energie betrieben und reduzieren die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren drastisch. Das Projekt befindet sich jedoch noch in einer frühen Planungsphase; eine finale Investitionsentscheidung steht noch aus. Thyssenkrupp Nucera wies zudem darauf hin, dass finanzielle Auswirkungen des Geschäfts vor dem Geschäftsjahr 2026/27 unwahrscheinlich seien.

Das Mid-West Green Iron-Projekt könnte die Stahlproduktion in Westaustralien revolutionieren, indem es durch grünen Wasserstoff die Emissionen stark verringert. Falls die finale Investitionsentscheidung positiv ausfällt, wird die erste Phase des Werks 2029 mit den Exporten beginnen, während in den folgenden Jahren eine weitere Expansion geplant ist.

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