17 June 2026, 17:04

Große Grüne Mauer: Warum Afrikas Klimaprojekt ins Stocken gerät

Kohlenstoff-Ausgleich in ariden Gebieten wird nicht helfen, das Klima zu schützen - Die Große Grüne Mauer zeigt warum?

Große Grüne Mauer: Warum Afrikas Klimaprojekt ins Stocken gerät

Die Große Grüne Mauer in Afrikas Sahelzone steht vor enormen Herausforderungen. Die Aufforstungsbemühungen liegen hinter dem Zeitplan zurück, und viele junge Bäume überleben nicht. Das Projekt ist Teil einer größeren Initiative, die durch Baumpflanzungen zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen soll.

Ziel der Großen Grünen Mauer (GGW) ist es, bis 2030 100 Millionen Hektar degradiertes Land wiederherzustellen und 250 Millionen Tonnen CO₂ zu binden – unterstützt durch den GGW-Beschleunigungsmechanismus. Doch der Fortschritt stockt, und die Überlebensrate der gepflanzten Bäume bleibt gering.

Gleichzeitig dehnen sich Kompensationsprojekte für CO₂-Emissionen zunehmend auf Gebiete ohne bisherigen Baumbestand aus, darunter halbtrockenes und arides Land. Studien zeigen jedoch, dass diese Regionen nur begrenzt zusätzliches CO₂ speichern können. Lediglich 12 Prozent der bestehenden CO₂-Zertifikate aus solchen Projekten stehen für tatsächliche Emissionsreduktionen.

Die 2030-Strategie der GGW sah die Einrichtung einer Kohlenstoffbank vor, um die Finanzierung über CO₂-Märkte zu fördern – doch diese wurde bisher nicht umgesetzt. Zudem fehlt es an einer starken institutionellen Struktur, die den Kohlenstoffmarkt reguliert und Absicherungen bietet. Dies bremst die Fortschritte zusätzlich aus.

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Das Kohlenstoffbindungs-Potenzial in der GGW-Region ist aufgrund des trockenen Klimas begrenzt. Aufforstung in solchen Gebieten bringt kaum zusätzlichen CO₂-Speicher. Ohne stärkere institutionelle Unterstützung und realistischere Ziele bleiben die Klimaschutzambitionen des Projekts ungewiss.

Quelle