Gedenkmarsch in Münster ehrt gefallene Kunduz-Soldaten nach 14 Jahren
Luitgard RitterGedenkmarsch in Münster ehrt gefallene Kunduz-Soldaten nach 14 Jahren
Gedenkmarsch in Münster für den Einsatz der Bundeswehr in Kunduz
Am Samstag fand in Münster ein Gedenkmarsch statt, um an den Einsatz der deutschen Bundeswehr in Kunduz am 2. April 2010 zu erinnern. Rund 30 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil, die an die gefallenen Soldaten erinnert und das Bewusstsein für ihre Rolle in der Gesellschaft stärken soll.
Der Marsch wurde von Hauptfeldwebel Friedrich Grahl organisiert und findet in diesem Jahr zum vierten Mal seit 2020 statt. Die unter dem Namen 14K3 bekannte Veranstaltung bezieht sich auf die 14 Jahre seit dem Einsatz, den Buchstaben K für Kunduz und die Zahl 3 für die drei Soldaten, die damals ihr Leben verloren. Unter den Teilnehmenden waren Zivilisten, Angehörige mit Bezug zum Militär sowie Personen mit Einsatz-Erfahrung in Afghanistan, Mali oder Litauen.
Trotz gemeinsamer Hintergründe hielten sich aktive Soldatinnen und Soldaten sowie Veteranen während des Marsches eher unter sich. Grahl äußerte Frustration über angebliche Hindernisse seitens der Stadtverwaltung. Laut Berichten lehnten Beamte eine Schweigeminute vor dem Rathaus ab und forderten die Organisatoren auf, den Marsch auf die Gehwege zu beschränken.
Mittlerweile hat sich der Gedenkmarsch zu einer bundesweiten Veranstaltung entwickelt. Grahl hofft auf mehr öffentliche und politische Anerkennung für Soldatinnen, Soldaten und ihre Familien. Zudem wünscht er sich in den kommenden Jahren eine deutlich höhere Beteiligung.






