GDL-Streik für 35-Stunden-Woche legt Bahnverkehr bundesweit lahm
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat einen neuen Streik gestartet – diesmal mit der Forderung nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Die Aktion legt sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr im ganzen Land lahm.
Es handelt sich bereits um die fünfte Streikwelle der GDL. Anders als bei früheren Arbeitsniederlegungen verzichtete die Gewerkschaft diesmal auf die übliche 48-stündige Vorankündigung, was scharfe Kritik der Deutschen Bahn nach sich zog. Das Unternehmen bezeichnete die fehlende Vorwarnzeit als inakzeptabel für Fahrgäste, die auf den Zugverkehr angewiesen sind.
Lokführer leisten derzeit oft lange Schichten und arbeiten aufgrund von Personalmangel häufig 50 bis 55 Stunden pro Woche. Offizielle Statistiken geben zwar einen Durchschnitt von 39 Stunden an, doch Betroffene wie Jörg aus Köln berichten von einer weit härteren Realität. Er unterstützt den Streik, da er überfällige Veränderungen für dringend notwendig hält.
Jörg stößt bei Freunden und Familie zwar auf Skepsis wegen der Arbeitskampfmaßnahmen, bleibt aber in seiner Haltung entschlossen. Die aktuellen Arbeitsbedingungen seien auf Dauer nicht tragbar, argumentiert er.
Die GDL besteht auf der 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, während die Deutsche Bahn die kurze Vorlaufzeit des Streiks scharf verurteilt. Weitere Arbeitsniederlegungen sind geplant – eine schnelle Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht.






