Funk wehrt sich gegen Kritik: Warum die Bibel als "Müll auf dem Mond" bezeichnet wurde
Klemens GorlitzFunk wehrt sich gegen Kritik: Warum die Bibel als "Müll auf dem Mond" bezeichnet wurde
Funk verteidigt umstrittenen Instagram-Post – Bibel als „Müll“ auf dem Mond bezeichnet
Die jugendorientierte Digitalplattform Funk, betrieben von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF, hat sich gegen Kritik an einem kürzlich veröffentlichten Instagram-Beitrag verteidigt. Darin wurde die Bibel als „Müll“ auf dem Mond bezeichnet – eine Formulierung, die bei Teilen des Publikums auf Unverständnis stieß. Bereits zuvor war die Plattform für die Verwendung einer unkonventionellen Datierungsabkürzung in die Kritik geraten.
Anfang dieses Jahres hatte Funk in einem Social-Media-Beitrag die Abkürzung „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) anstelle des traditionellen „vor Christus“ für die Angabe von Daten vor der gemeinsamen Ära genutzt. Die Redaktion begründete dies als neutrale Konvention und verwies auf die Anerkennung der Abkürzung im Duden, wo sie als offizielle Alternative verzeichnet ist. Zugleich wies das Team Vorwürfe zurück, sich bewusst von christlicher Terminologie distanzieren zu wollen, und betonte, dass die Wortwahl kein verbindliches Muster für künftige Inhalte setze.
Im umstrittenen Instagram-Post zählte Funk die Bibel neben Mondgestein, Asche, Golfbällen und Beuteln mit menschlichen Fäkalien zu den Beispielen für „Müll auf dem Mond“. Die Redaktion erklärte, der Begriff „Müll“ sei nicht abwertend gemeint, sondern beziehe sich auf Objekte, die ohne menschliches Zutun nicht auf dem Mond lägen. Priorität für die Rückführung zur Erde hätten demnach vor allem wissenschaftlich wertvolle Proben wie Mondgestein – andere Gegenstände, darunter auch Abfall, blieben zurück.
Es ist nicht das erste Mal, dass Funk wegen vermeintlich christenfeindlicher Inhalte in der Kritik steht. Die Plattform hatte ähnliche Vorwürfe bereits in der Vergangenheit zurückgewiesen und hält an ihrem Anspruch auf neutrale und faktenbasierte Darstellungen fest. Funk steht weiterhin zu seinen redaktionellen Entscheidungen und betont, dass Terminologie und Beschreibungen stets auf Sachlichkeit und Neutralität abzielen. Die Debatten spiegeln die anhaltenden Diskussionen über Sprache und Repräsentation in digitalen Medien wider.






