Frauenfilmfestival feiert weiblichen Widerstand und kreative Solidarität in Dortmund und Köln
Ibrahim KargeFrauenfilmfestival feiert weiblichen Widerstand und kreative Solidarität in Dortmund und Köln
Die letzte Ausgabe des Internationalen Frauenfilmfestivals (IFFF) Dortmund/Köln endete mit einem Fokus auf weibliche Kreativität und Widerstandskraft. Ein Höhepunkt war ein ausführliches Gespräch mit der erfahrenen Kamerafrau Sophie Maintigneux, die über ihre Erfahrungen in einer von Männern dominierten Branche berichtete. Das Festival setzte sich zudem in Filmen und Diskussionen mit Themen wie Landrechten, Kolonialismus und Solidarität auseinander.
Im Wettbewerb der abendfüllenden Spielfilme standen Geschichten weiblichen Widerstands im Mittelpunkt, darunter Werke wie Nunkui und God Will Not Help. Diese Filme thematisierten Solidarität und Widerstand und spiegelten damit übergeordnete Empowerment-Strömungen wider.
Maintigneux, die als Professorin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) lehrt, blickt auf ihre frühen Karrierejahre zurück, als sie eine von nur drei Kamerafrauen in Frankreich war. Sie schilderte ihre Zusammenarbeit mit Éric Rohmer und ihren späteren Wechsel zum Dokumentarfilm, angezogen von dessen kreativer Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung. Ein zentrales Thema blieb ihr Engagement für bessere Sichtbarkeit und Arbeitsbedingungen von Frauen in der Filmbranche.
Die Fokus-Sektion unter dem Motto Gemeinschaftliches Land beschäftigte sich mit Ressourcen, die kollektiv statt individuell genutzt werden. Dokumentarfilme wie Our Land, Our Freedom und Ôrí thematisierten Widerstand gegen Kolonialismus und Landenteignung und verbanden historische Kämpfe mit heutigem Aktivismus.
Die Autorin Silvia Federici (Caliban und die Hexe) schaltete sich per Videolink zu und diskutierte die Zusammenhänge zwischen ursprunglicher Akkumulation, Frauenunterdrückung und Hexenverfolgung. In einem separaten Gespräch mit der Filmemacherin Athina Rachel Tsangari erörterte sie zudem, wie Botanik und Landbesetzungen als Katalysatoren für neue soziale Bewegungen wirken können.
Die Abschlussausgabe des Festivals brachte Filmemacher:innen, Theoretiker:innen und Aktivist:innen zusammen, um Widerstand durch das Medium Film zu erkunden. Maintigneux' Karriereeinblicke und die ausgewählten Filme unterstrichen die anhaltenden Kämpfe um Gleichberechtigung und Landrechte. Die Diskussionen hinterließen deutliche Spuren im feministischen Erbe des Festivals als Plattform für emanzipatorisches Erzählkino.






